Ein Update (Teil 1)

Ja, es gibt mich noch! Ich dachte mir, es ist mal Zeit für ein Lebenszeichen. Viel ist passiert und ich versuche mal die wichtigsten Sachen zusammenzufassen.

Zuerst, da ja irgendwie schon zentrales Thema dieses Blogs: Was macht das essen?

Der Trend, der sich ja schon eine Weile abzeichnete hat sich fortgesetzt. Ich esse sicherlich immer noch nicht „normal“ (was auch immer das ist) und habe ein paar Einschränkungen, aber ich kann eigentlich fast alles wieder essen. Nicht in beliebiger Menge, aber immerhin ;). Meine Histaminintoleranz hat sich soweit gebessert, dass ich sagen würde, ich habe keine HI mehr, obwohl ich definitiv noch sensitiv auf Histamin reagiere. Meine Toleranzschwelle ist so hoch, dass ich nur ganz wenige Dinge aussparen muss.

Ich esse mittlerweile jeden Tag Hülsenfrüchte. Beim Obst und Gemüse habe ich nur ganz wenige Einschränkungen. Bei Spinat und Avocado muss ich z.B. aufpassen, Ananas und ich sind auch nicht so richtig gute Freunde. Ich kann auch mal gebeizten oder geräucherten Lachs essen (mache ich etwa 1x Woche). Das merke ich dann zwar (nach dem Duschen z.B. die altbekannten roten Flecken auf der Haut), aber wenn ich es nicht übertreibe, dann geht das alles.

Was nicht geht ist Fertigfraß. Den brauche ich natürlich nicht, aber ich bekomme Probleme, wenn in Restaurants mit convenience food gearbeitet wird. Auswärts essen ist also nach wie vor eine Herausforderung. Auch, weil ich nach wie vor kein Fleisch und kein Gluten esse sowie keine Milchprodukte und Eier. Ich bin mir nicht sicher, ob ich letztere nicht eigentlich vertragen würde, aber ich komme ohne so gut klar – da sollen die Kühe und Hühner nicht für mich leiden.
Vorsichtig bin ich auch bei Sojaprodukten. Mal eine Soja Latte oder etwas Räuchertofu und Miso gehen, Sojasauce eher nicht. Aber auch damit komme ich im Alltag gut klar.

Wenn ich so zurückschaue denke ich, dass die folgenden Maßnahmen mich weitergebracht haben (ist aber natürlich letztlich Spekulation):

  • Quercetin (hierzu gibt es bei Yasmina von http://thelowhistaminechef.com viele Infos – überhaupt bin ich von Ihrer Herangehensweise an das Thema Histaminintoleranz und Mastzellenstabilisierung sehr überzeugt). Ich nehme nach wie vor 1000mg täglich.
  • Glutamin habe ich über ca. 3 Monate richtig hoch dosiert genommen – in der ganz heißen Phase ca. 20-25g. Ja, am Tag. Ich hab es nur verkapselt vertragen und musste langsam steigern.
  • Probiotik: Parallel zum Glutamin habe ich Probiotik genommen – und zwar ein Präparat mit Stämmen, die histaminsenkend sind und ein „normales“, bei dem auch einige histaminproduzierende Stämme dabei sind. Auch zu diesem Thema kann man bei Yasmina Informationen finden.

Das Glutamin habe ich dann irgendwann langsam ausgeschlichen über ein paar Wochen.

Mittlerweile nehme ich noch die folgenden NEM:
Quercetin (1000mg)
Vitamin C (1000mg)
Magnesium (500mg)
B12 komplex
Zink 30 mg (bei der Dosierung hatte ich Anfang des Jahres trotzdem noch einen ordentlichen Zinkmangel, sodass ich eine Weile noch mehr genommen habe – lasse ich bald aber noch mal überprüfen. Ohne einen nachgewiesenen Mangel bitte nicht so viel nehmen!).

Meine Symptome:
Symptomfrei bin ich nicht (aber wer ist das schon) – aber es hält sich alles in Grenzen. Manchmal etwas Juckreiz, die roten Flecken nach dem Duschen, Nase leicht zu, wenn das Histamin zu hoch ist. Selten mal meine typischen Ohrenschmerzen links oder Luft im Oberbauch (passiert eigentlich nur, wenn ich auswärts mal daneben greife mit dem Essen). Alles nicht mehr täglich!
Das einzige, was nicht so ganz in Ordnung kommt ist meine Haut: ich habe oft Unreinheiten oder entzündete Stellen im Gesicht. Aber auch das hält sich in Grenzen. Ich nutze kaum Kosmetik und wenn, nur komplett ohne Duftstoffe. Hauptsächlich kommt Wasser und mal etwas duftfreie Öko-Seife an meine Haut ;).

Die Erschöpfung:. Dazu mehr in Teil 2 (der wird spannender, versprochen ;)).

Iron, Lady

Bei dem ganz Gejammer über die Histaminbredouille hab ich ganz vergessen, was zum Thema Eisen zu schreiben. Ich war vor meiner Spanienreise ja noch mal zur Blutabnahme bei meiner Hausärztin. Die scheint meinen Ferritinwert ja für unproblematisch zu halten, da ich halt keine Blutarmut habe. Meine Frauenärztin war da anderer Meinung: „Ferritin muss hoch auf 70. Punkt.“ Da ist bei einem Wert um die 30 also Luft nach oben ;). Seit 4 Wochen nehme ich jetzt ein Eisenpräparat und habe das Gefühl, dass es bis jetzt zwar keine Wunder bewirkt, aber doch ein bisschen hilft. Meine Beine schmerzen nicht mehr so schlimm, das ist eine echte Verbesserung.

Ansonsten sieht es mit meiner Nahrungsergänzung übrigens gerade so aus:

  • Vitamin C 2g (oder, wenn ich das Histamin runterbekommen muss, wie im Moment auch schon mal 6g am Tag)
  • Quercetin 1-2g
  • Mangan 5mg
  • B-komplex
  • Zink 45mg
  • L-Glutamin 10-15g
  • Kalium/Magnesium (Dosierung hab ich gerade nicht im Kopf)
  • Vitamin D (2.000IU, wahrscheinlich zu wenig, muss ich noch mal testen lassen)
  • Q10 100mg
  • Omega 3

Dazu abends dann L-Thyroxin, wo ich mittlerweile auf die 100er Dosis erhöht habe (prompt schlafe ich wieder etwas besser). Dazu werde ich jetzt wieder B12 spritzen, da der Wert immer noch zu niedrig war.

Loslassen und locker machen o_O

Aus Barcelona hab ich mir nebst der „Verduftung“ eine Bronchitis mitgebracht, die mich leider richtig umgehauen hat. Vier Tage habe ich das Bett gehütet, dann bin ich – natürlich zu früh – wieder arbeiten gegangen. Nach zwei Tagen lag ich entsprechend das Wochenende wieder flach. Den Husten bin ich immer noch nicht ganz los und zu allem Überfluss plagen mich seit über einer Woche elende Halsschmerzen. Als Auslöser dafür habe ich aber mittlerweile meine HI im Verdacht, die mir leider gerade ein ziemliches Schnippchen schlägt.

In Sachen Essen klappte es eigentlich ja super und ich konnte so einiges an Histaminliberatoren und histaminhaltigen Lebensmitteln wieder essen. Dann sind leider ein paar Sachen zusammen gekommen und ich kann noch nicht sagen, was jetzt wie wo mit reinspielt. Die Chronologie ist ungefähr so:

Anfang Februar: Bronchitis, die mich leider noch mal zwei Kilo Gewicht gekostet hat. BMI nur noch bei 17. Eine weitere „Nachwehe“ der Reise nach Barcelona war ziemlich heftiger Juckreiz am Rücken und an den Schienbeinen. Wahrscheinlich ist Sojasauce ein Übeltäter.

Am 06. Februar war ich noch einmal bei der Therapeutin für Psychoneuroimmunologie, bei der ich vor ca. einem Jahr schon mal war. Sie hat selbst unter schweren Nahrungsmittelintoleranzen gelitten und weiß daher, wovon ich rede und wie es mir geht. Sie hat sie komplett überwunden und ihre Geschichte gibt mir immer Hoffnung, dass ich mein Leben irgendwie doch noch mal in den Griff bekomme. Sie hat mich noch mal in etwas bekräftigt, dass ich eigentlich schon selbst „erkannt“ habe: dass ich aufhören sollte, nur nach einem isolierten körperlichen „Hebel“  oder Auslöser für meine Erschöpfung zu suchen und dass ich vor allem aufhören sollte, immer noch einen Test, noch eine Untersuchung zu machen und noch einen „Spezialisten“ aufzusuchen.
Ich verstehe selbst, dass mich das letztlich nicht weiter bringt und ich eine Ursache für meine derzeitige Situation wahrscheinlich nicht finden werde. Stattdessen setze ich mich einfach immer mehr unter Druck. Ich merke selbst, dass ich durch diese ständig enttäuschte Hoffnung, dass doch noch „irgendwas“ gefunden wird, in ein immer tieferes Loch falle. Die ständige extreme Kontrolle, die ich über mich, meine Nahrungsaufnahme und – wo möglich – weitere Umweltfaktoren auszuüben versuche, tut ihr Übriges.

Die Devise heißt also Loslassen! Dafür habe ich mich entschieden, mein Ernährungstagebuch (und damit die ständige Konzentration auf meine Symptome, meinen körperlichen Zustand) an den Nagel zu hängen. Es hat mir zuletzt ohnehin keinerlei verwertbare Hinweise mehr gegeben. Gleichzeitig habe ich etwa zur gleichen Zeit angefangen, die Rotationsdiät zu lockern und schließlich ganz aufzugeben. Das ging so um den 10. Februar schrittweise los, es sind jetzt also etwa 15-17 Tage. (Der BMI ist damit mittlerweile zumindest wieder bei 18).

Am Wochenende 15./16. Februar habe ich angefangen, Griffonia zu nehmen, d.h. 5-HTP. Die PNI-Therapeutin hatte mir das zur Steigerung des Serotoninspiegels empfohlen, mit der Hoffnung verbunden, dass dadurch auch mein Schlaf besser wird. Ich hab leider wider besseren Wissens über meinen Körper mit der vollen Dosis angefangen, die sie mir aufgeschrieben hatte. Böser Fehler. Ich war plötzlich nachts völlig überdreht und konnte nur wenig schlafen (allerdings waren diese wenigen Stunden ironischerweise erholsamer, als mein normaler schlechter Schlaf ohne das 5-HTP). Dazu hatte ich Herzklopfen und nach dem Duschen sah ich völlig gefleckt aus, was bei mir immer ein Hinweis auf einen zu hohen Histaminspiegel ist. Irgendwann in der Zeit bis dahin ist auch mein Juckreiz deutlich schlimmer geworden, ich bin mir aber nicht sicher, ob das nicht doch eine Folge der gelockerten Rotationsdiät ist (ich hoffe es nicht, ich hab nämlich keine Energie mehr dazu).

Ab dem 20. Februar kamen stärker werdende Halsschmerzen hinzu, allerdings mit schmerzhaft geschwollenen Lymphknoten hinter den Ohren – das kenne ich eigentlich nur bei „richtigen“ Infekten und nicht als histaminvermittelte Reaktion.

Am 21. Februar habe ich das Griffonia abgesetzt, allerdings gehen die Halsschmerzen nicht weg und begleiten mich nun seit einer Woche zusammen mit den anderen Symptomen. Ich bin relativ sicher, dass das 5-HTP der Auslöser war, auch wenn die PNI-Therapeutin sagt, das könne nicht sein.

Ich habe nun heute meine Diät wieder auf streng(er) histaminarm umgestellt, dazu nehme ich viel Vitamin C und Quercetin, in der Hoffnung, dass es meinen Körper beim Histaminabbau unterstützt. Ich hoffe, ich bekomme die Probleme so in den Griff – ich habe echt Angst, dass ich wieder da stehe, wo ich vor etwas über einem Jahr angefangen habe, als ich realisiert habe, dass ich eine HI habe. Die Symptome sind ungefähr genauso heftig, wie zu dieser Zeit. Schöne Sch…

Dann noch ein paar Befunde am Rande (Blutabnahme Anfang Februar): ich habe Zinkmangel (und das, obwohl ich schon 30mg/Tag nehme), Kaliummangel (das hatte ich mir ja schon gedacht) und mein B12 ist immer noch nicht wieder da, wo es sein soll. Dafür ist mein Selenspiegel zu hoch. Also nehme ich mehr Zink sowie Kalium und B12 werde ich wohl wieder subkutan spritzen. Und auch, wenn ich ja eigentlich weniger Untersuchungen machen will hab ich mich entschieden meinen Serotoninspiegel zu testen um zu schauen, was da los ist.

To be continued…

Summer rolls for Christmas

Das Thema Weihnachtsessen treibt ja schon „Normalessende“ ziemlich um – wenn man dann noch für Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Rotationsdiät planen soll, kann das eine ganz schöne Herausforderung sein. Zum Glück ist das Thema Essen bei uns Weihnachten insofern etwas entspannter, als es Suppenfondue gibt. Da brauchte ich nun eh schon immer eine „Extrawurst“ (respektive einen Extratopf), weil ich kein Fleisch esse. Allerdings habe ich mir dieses Jahr nach langem hin und her mit mir selbst überlegt, den Topf direkt auch noch über Bord zu werfen und was ganz anderes zu machen. Fondue lebt ja irgendwie von den Saucen und da ist meine Auswahl gerade wirklich sehr, sehr eingeschränkt. Die Grießklößchen, die ich sonst immer als vegetarische Einlage beigesteuert habe kann ich auch nicht mehr essen (da sind Quark und Eier drin). Und um mir jetzt ein paar Möhrenscheibchen zu garen brauch ich dann doch kein Fondue.

Also hab ich mir was rausgesucht, das ich sehr gerne esse (eins der wenigen Gerichte, die mir gerade überhaupt schmecken): Summer rolls – also in Reisteigplatten eingerolltes Gemüse. Da kommen dann Möhren, Koriander, Gurken, Mango und vielleicht etwas Avocado rein, ich kann mir die Dinger am Tisch rollen und bin auch beschäftigt. Dazu mache ich eine Erdnusssauce (mit Kokoscreme) und vielleicht etwas aus Kichererbsen und Sesam.  Das ist dann HI-technisch nicht ganz „sauber“, aber ich denke, es wird gehen.

Ansonsten treibt mich beim Essen das Thema Schokolade sehr um. Da ich als Resultat des IgG-Tests auf Milchprodukte verzichte, dunkle (milchfreie) Schokolade bei HI aber kritisch ist (das habe ich leider jetzt auch beim „Testen“ noch mal bestätigt bekommen ;)) und die vegane weiße Schokolade, die ich bis jetzt gesehen habe, vor Zusatz- und Inhaltsstoffen (u.a. Sonnenblumenöl, was ja auch auf meiner roten Liste steht) nur so strotzt, muss ich da wohl selbst ran. Ich habe ein Rezept von Attila Hildmann entdeckt, das für mich funktionieren müsste (hauptsächlich Kakaobutter und Mandelmus). Vielleicht traue ich mich gleich noch mal in den  Biosupermarkt und kaufe last minute Kakaobutter.

Wie läuft es sonst so? Ich rotiere fleissig weiter, wobei ich bei den Pflanzenfamilien, auf die ich im IgG-Test nicht reagiert habe, nicht mehr ganz so streng bin. Insbesondere bei den Ölen bin ich nicht mehr in dem 4-Tagesrhythmus, weil ich da nicht genug Auswahl habe, mit der man auch heiß braten kann. Ich rotiere gerade Olive, Raps und Palmfett – letzteres mag ich allerdings überhaupt nicht. Ich versuche jetzt noch mal wieder Kokosöl stattdessen. Traubenkernöl scheine ich nicht gut zu vertragen, Avocadoöl schmeckt mir wider erwarten nicht. Werde demnächst mal noch Erdnussöl testen.

Von den Symptomen her ist gerade der schlimme Juckreiz etwas besser geworden – ich kann jetzt nicht sagen, ob es an der Rotation bzw. vor allem dem Meiden von Milch und Eiern liegt oder daran, dass ich mein Deo und mein Haarprodukt gewechselt habe. Ist beides möglich.

Dann hatte ich letzte Woche einen ziemlich blöden Infekt – ich dachte erst, es sei vielleicht eine Histaminreaktion, aber es war tatsächlich eine Art „Erkältung“ (aber ohne starke Beteiligung der Atemwege). Das hat mich direkt so umgehauen, dass ich mich krank schreiben lassen musste. Hatte ich echt lange nicht mehr – ich frage mich, ob es ein Zeichen dafür sein kann, das mein Immunsystem sich irgendwie wieder „normalisiert“? Es war wahrscheinlich aber einfach Zufall ;).

An der Schlaffront komme ich nicht so richtig weiter. Allerdings beobachte ich mal wieder, dass ich auf das aktivierte B6 (P5P) schon in Minidosen mit extrem lebhaften Träumen und noch schlechterer Schlafqualität reagiere. Ich habe noch mal versucht, den B-Komplex einzuschleichen (zuletzt war es ja das isolierte P5P). Ich nehme nur etwa 1/5 Kapsel und habe schon wieder die wirren Träume. Ich muss im neuen Jahr unbedingt mal bei keac anrufen und fragen, wie ich das „deuten“ soll bzw. was sie mir empfehlen.

Nun stürze ich mich mal in die Vorbereitungen für heute Abend (bzw. erst einmal in den Supermarkt). Ich wünsche Euch ein schönes Weihnachtsfest!

Hier bin ich wieder!

Huch, schon ganz schön lange her seit dem letzten Post. Ich hatte auf der Arbeit eine dreitägige Veranstaltung, für die ich die Hauptverantwortliche war und es gab viel zu tun. Heute war der letzte Tag und ich bin sehr, sehr kaputt. Aber das ist ja nichts Neues. Allerdings hatte ich vorher mal zwei, drei Tage am Stück, an denen ich mich eigentlich ganz OK gefühlt habe. Das kommt selten vor. Mal schauen, ob es sich jetzt, wo der Stress etwas weniger ist, wieder einstellt? Aber ich wage kaum dran zu glauben.

So – Bestandsaufnahme!

Ich nehme seit etwas über drei Wochen L-Thyroxin (unterdessen nehme ich es doch morgens). An der Erschöpfung tut sich (mit der Ausnahme, die ich oben beschrieben habe) nichts. Ich habe aber den Eindruck, als würde ich etwas besser schlafen. Die Träume sind weniger plastisch und vor allem wache ich nicht mehr ganz so früh auf, sondern kann tatsächlich auch mal bis zum Weckerklingeln schlafen. Das ist neu.

Das Probiotikum, das mir die Orthomolekularärztin empfohlen hat, nehme ich nun auch schon eine Weile – anfangs haben die Baktis ein wenig in meinem Darm rumort, das hat sich aber gegeben. Meine Verdauung läuft immer noch recht träge, ist aber ganz OK. Das L-Glutamin für das Leaky Gut nehme ich auch weiterhin und konnte die Dosis ohne Nebenwirkungen erhöhen.

Außerdem gab es Post vom deutschen Zoll. Ich hatte ja Adrenal Cortex bestellt, weil ich schauen wollte, ob es an meiner Erschöpfung etwas dreht. Der Zoll hatte Bedenken und hat es an ein Labor geschickt. Vorgestern bekam ich es – originalverpackt – zugeschickt. Getreu dem Motto „Augen zu und durch“ habe ich nun morgens je eine Kapsel genommen. Noch merke ich nichts , aber ich wollte es mal eine Woche nehmen und dann schauen.

Bei der HPU-Medikation bin ich weiterhin bei einer niedrigen Dosis – ich nehme 15 mg Zink, 5 mg Mangan und unterdessen 2 Messerspitzen von dem P5P. Letzte Nacht habe ich schlecht geschlafen, was mich direkt an das P5P denken ließ, aber es kann auch die „Aufregung“ auf der Arbeit gewesen sein.

Zwischendurch hat sich leider meine HI ganz schön zu Wort gemeldet – das wundert mich aber bei dem erhöhten Stresspegel der letzten zwei Wochen nicht wirklich. Am letzten Sonntagabend hat es mich so richtig erwischt und ich dachte, ich bekomme einen grippalen Infekt oder eine Erkältung. Mit einem Antihistaminikum sind die meisten Beschwerden dann wieder verschwunden (und meine Nase ist – gefühlt das erste Mal seit Wochen – wieder frei gewesen). Was nun der Übeltäter war…ich bin mir nicht ganz sicher. Wir haben am Vorabend das erste Mal wieder Falafel getestet. Selbst gemacht mit getrockneten, eingeweichten Kichererbsen. Es war unglaublich lecker und ich habe eine Riesenportion gegessen. Ich habe darauf nicht reagiert, aber es ist möglich, dass das am nächsten Abend eine verzögerte Reaktion war. Das muss ich dann wohl oder übel noch mal testen. Ist nicht so schlimm…ich liebe Falafel :). Ein anderer potenzieller Übeltäter ist eine einzelne Paranuss, die ich am Sonntag gegessen habe. Sie war mir von vornherein nicht ganz geheuer aus verschiedenen Gründen…

Naja und dann habe ich im Rahmen der Veranstaltung diese Woche zwei Mal auswärts gegessen – zwar sehr vorsichtig, aber ich habe trotzdem zur Sicherheit ein Antihistaminikum genommen.

Jetzt freue ich mich auf ein Wochenende, an dem ich nichts machen muss – Ausruhen nach der anstrengenden Woche ist angesagt!

Kopf, Bauch, Hamsterrad… Ach nee, doch nicht

Jetzt hatte ich einen langen Post über mein entsetzliches Wochenende geschrieben. Und darüber, wie mein Kopf und mein Bauch (das Rationale und das Emotionale/Intuitive) aneinander vorbei reden. Darüber, dass ich aus dem Hamsterrad ausbrechen muss, in dem ich gerade renne – nämlich dem (Irr)glauben, dass mein Leben wieder so wird, wie es war, wenn ich mich nur genug anstrenge. Aber ich habe gemerkt, dass ich und dieser Blog noch nicht bereit sind für so einen Post. Also schreibe ich lieber was mehr oder weniger Langweiliges über mein wertes Befinden ;).

Das entsetzliche Wochenende erspare ich Euch und mir nun aber. Dafür schreib ich mal was Positives. Kommt auch viel zu selten vor: Ich hab mich heute morgen nicht ganz so schlapp gefühlt, wie die letzte Woche. So. Da habt Ihr’s.

Sorry, offenbar gab es auch einen Clown zum Abendessen.

Ich hab die letzten Abende gemerkt, dass ich, wenn ich ins Bett gegangen bin, relativ lange zum Einschlafen gebraucht habe und mich recht wach gefühlt habe. Nicht unangenehm, aber eigentlich schlafe ich abends immer schnell ein (wenigstens etwas) – mein Problem ist eher unerholsamer Schlaf und frühes Aufwachen. Ich habe nun entschieden, das L-Thyroxin doch mal morgens zu nehmen, da es sein kann, dass ich davon Abends wacher geworden bin. Ich musste mich heute, wie immer, unglaublich aus dem Bett quälen – war dann aber etwa 1 Stunde nach der Einnahme des LT überraschend fit. Und das an einem Montagmorgen, wo ich gerade die Nacht immer besonders schlecht schlafe. Ich bin die Treppe zu meinem Büro fast mit Elan hochgestiegen. War wahrscheinlich ein einmaliger Zufall oder so, aber ich konnte mich trotzdem drüber freuen.

Dann habe ich mich in meinem Elan histaminmäßig heute etwas weit aus dem Fenster gelehnt (zwei! Kaffee o_O). Und Joghurt getestet. Nun hab ich Ohren- und Halsschmerzen und eine ordentliche Portion Vitamin C sowie Quercetin intus. Ich hoffe, das reicht und der Spuk ist morgen wieder vorbei. Ich habe blöderweise gerade den Verdacht, dass bei mir auf der Allergieschiene etwas läuft. Ich habe seit Tagen konstant die Nase zu, wenn sie nicht läuft oder ich niesen muss. Eine Erkältung hab ich nicht, aber das Ernährungstagebuch gibt auch nicht so recht Aufschluss, woran es jetzt liegen könnte. Naja. Im November bin ich ja noch Mal bei einem Allergologen.

Und noch etwas Erfreuliches: die Liste mit Dingen, die ich nicht habe, ist wieder länger geworden ;). Ich habe heute wegen des LTT-Tests in Sachen Borreliose mit der Arztpraxis telefoniert. Da ist nach Einschätzung des Arztes nichts, was man behandeln müsste. Soweit so gut. Ich vermute mal, dass all diejenigen von Euch, die sich mit unklaren Beschwerden rumschlagen für die sie keine vernünftige Diagnose oder Erklärung bekommen, das zwiespältige Gefühl von Erleichterung gemischt mit Enttäuschung nach so einer „Entwarnung“ kennen. Weil sich eben wieder eine mögliche Erklärung für den eigenen Zustand zerschlagen hat, obwohl man doch froh sein sollte (und tief drinnen ja auch ist), dass man „gesund“ ist. Das ist wohl wieder so ein Bauch-Kopf-Ding, womit ich wieder am Anfang dieses Posts angekommen wäre.

E1-Tag 4

Heute habe ich die letzte E1-Desensibilisierung hinter mich gebracht. Hurra! Das waren verdammt lange 4 Tage. Ich nehme jetzt einfach mal an, dass es an der Desensibilisierung lag, aber meine Energie war so niedrig, wie lange nicht mehr. Ich war kaum zu etwas zu gebrauchen. Ich habe allerdings mehr und mehr den Verdacht, dass es gerade auch am frühen Aufwachen während der Desensibilisierung liegt. Gestern wollte ich um 9 zu meinem Schwimmkurs (ihr wisst schon…Kraulen lernen), also musste ich um 5 anfangen. Mit den Impulsen war ich um 6 durch und habe dann noch 2 Stunden gedöst, bevor um 8 der Wecker ging. Das Schwimmen hat mich unglaublich angestrengt, danach musste ich mich erst mal 1,5 Stunden ins Bett legen. Erst gegen Abend bin ich etwas fitter geworden.

Da wir eingeladen waren, haben wir erst recht spät gegessen. Und weil ich meinen Mann heute (an seinem Geburtstag) nicht so früh aus dem Bett werfen wollte, hab ich erst kurz nach 8 angefangen. Mein Energielevel war heute direkt mit dem Aufwachen deutlich höher, als die letzten Tage. Ja, ja, es deutet alles auf die Nebenniere hin. Wie auch immer, fühle ich mich recht ausgeschlafen heute und die letzten drei Impulse habe ich gut über die Bühne bekommen.

Jetzt muss ich die kommende Woche wohl mal Bestandsaufnahme machen. Ich vermute, dass ich an die Fruchtzuckerkurve noch mal ran muss. Seit der Milchdesensibilisierung habe ich nicht nur das Problem mit dem Unterzuckern (das hat sich jetzt ein bisschen abgeschwächt, aber ich hatte halt auch frei, d.h. mein Tagesablauf war ein ganz anderer), leider steht meine Verdauung auch ziemlich still. Das könnte natürlich auch mit der Milch zu tun haben, aber ich tippe irgendwie aus dem Bauch raus auf den Fruchtzucker, weil ich nach der FZ-Desensibilisierung schon das Gefühl hatte, die Verdauung ist träger geworden. Da fand ich es noch nicht so störend, aber im Nachhinein betrachtet beschäftigt mich dieses Thema seitdem. Aus der Logik der Impuls-Therapie heraus würde ich mal spekulieren, dass es etwas damit zu tun hat, dass mein Typ abgesenkt wurde – von hoch auf normal. Eigentlich finde ich das alles ja sehr spannend, aber im Moment bin ich nicht so wirklich zufrieden und hätte gerne weniger Blutzuckerkarussel und (gefühlt) kantige Wackersteine im Darm. Sorry, tmi, aber es ist nun mal immer noch ein Blog über NMU ;).

Ich werde nächste Woche mal mit dem iffi telefonieren und hören, was die zu sagen haben.

Was gibt es sonst noch? Ich habe vor ein paar Tagen angefangen, das L-Thyroxin einzuschleichen. Ich habe mit einer halben Tablette (25 Mikrogramm) angefangen. Bis jetzt habe ich sie wegen der Desensibilisierungen morgens genommen, ich werde ab jetzt aber auf Abends umsteigen. Es gibt Studien, die zeigen, dass eine Einnahme abends (frühestens 2 Stunden nach dem Abendessen) eine ebenso gute Wirkung hat, wie die Einnahme morgens auf nüchternen Magen. Bis jetzt merke ich noch gar nichts – weder eine Besserung noch Symptome einer Überfunktion. Aber OK – die Dosierung ist so gering und ich nehme sie halt auch erst ein paar Tage, da kann sich wahrscheinlich noch nichts tun.

Was mich weiter beschäftigt, ist das Vitamin B. Nachdem ich den B-Komplex vor ein paar Tagen noch mal genommen hatte (nur eine Drittel Kapsel) hatte ich prompt wieder eine schlaflose Nacht. Das hat absolut keinen Sinn. Was ich jetzt noch mal probieren werde ist ganz normales (also nicht aktiviertes) B6 von Hevert. Mal schauen, was damit passiert. Mich ärgert ein bisschen, dass sich keac nicht auf meine Mail gemeldet hat. Sie hätten mir wenigstens schreiben können, dass sie mir meine Frage so nicht beantworten können und dass ich mich telefonisch melden soll oder so.

Heute Abend steht dann mal wieder ein Wagnis an. Ich lade meinen Mann zum Essen ein. Es wird ein besseres Restaurant, d.h. ich erwarte grundsätzlich frische Speisen ohne Zusätze und Convenience Food. Aber spannend wird es trotzdem… Ich werde vorher eine Portion Vitamin C einwerfen und zur Not hinterher ein Antihistaminikum. Aber prinzipiell müsste ich dort etwas Verträgliches finden. Ich werde versuchen, keine Experimente zu machen.