Hamburg wieder

Da bin ich also wieder in Hamburg, um morgen meine zweite Runde Tests am Institut zu starten. Ich musste dieses Mal im Hotel unterkommen, weil die Apartments in der Nähe leider ziemlich teuer waren, als ich buchen wollte (das Hotel auch :(). Dementsprechend war nichts mit Kochen und ich habe eine scheußliche Pizza von Va***no gegessen, weil ich mich nichts anderes getraut hab. Ich hatte kurz mit Sushi geliebäugelt, aber mir war das Risiko zu groß. Jetzt habe ich eine Riesenportion Getreide intus und fühl mich ein bisschen „schuldig“ deswegen. Ich weiß natürlich, dass das Quatsch ist, aber eigentlich komme ich ohne Getreide super zurecht – nur beim Auswärts-Essen tue ich mich schwer damit, etwas zu finden, was nicht so getreidelastig ist. Fleisch fällt ja raus und Fisch traue ich mich auswärts meistens nicht, weil ich nicht sicher sein kann, wie es da mit der Kühlkette aussah.

Ich kämpfe heute ein bisschen mit Histaminproblemen in Form von leichten Halsschmerzen. Ich hab ein wenig die roten Linsen in Verdacht, die ich gestern Abend gegessen habe. Außerdem kam noch eine gute Allergieattacke dazu, da hat das Histamin sicher auch Party gefeiert. Morgen muss ich das mit dem Essen irgendwie anders lösen, mal schauen. Im Zweifel gibt es Obst und Mozzarella.

Morgen wird erst mal Milch getestet – auch, wenn ich Milchprodukte wieder ganz gut vertrage möchte ich da auf Nummer sicher gehen. Was am zweiten Tag getestet wird, besprechen wir dann morgen. Zu den Dingen, die ich definitiv noch nicht vertrage gehören Nüsse und Soja, eventuell Hülsenfrüchte generell. Alles natürlich „verdächtig“ bei einer HI. Ich hatte blöderweise nicht mehr ausgetestet, ob Fruchtzucker nachdesensibilisiert werden muss. Aber vielleicht kann ich das noch machen. Ich habe mit Obst so wenig Probleme, ich kann es mir eigentlich kaum vorstellen.

Ich habe mich gestern nach längerem hin- und her Überlegen entschieden, einen Termin bei einem Umweltmediziner zu machen, der auf so Dinge wie chronische Erschöpfung (CFS), multiple Chemikalienunverträglichkeit (MCS), aber auch versteckte Allergien und Nährstoffdefizite spezialisiert ist. Mein Bankkonto ächzt und stöhnt schon, denn wenn ich mit ihm gesprochen habe, hab ich natürlich noch keinen einzigen Test gemacht (und bezahlt) :(.

Und weil ich verstanden habe, dass ich außer Tests auch noch was dazu beitragen muss, meine Erschöpfung wieder loszuwerden habe ich mich zu einem Kurs angemeldet für „Mindful Based Stress Reduction“. Da hat meine Krankenkasse immerhin einen Zuschuss zugesagt… ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber immerhin.

HPU-Medis

Nachdem ich jetzt glaube ich fünf Tage die HPU-Medis nicht mehr genommen hatte, habe ich heute mal eine halbe Depyrrol genommen (sonst war die Tagesdosis 2 Stück). Ich habe jetzt das Absetzen schon recht deutlich gemerkt – zwar sind Schlaf und Erschöpfung wie geschrieben etwas besser geworden, dafür hatte ich nun aber wieder mehr mit Frieren und vor allem meinen Kreislaufproblemen plötzlich wieder viel stärker zu tun. Beim Aufstehen habe ich Schwindel und sehe Sternchen, der Blutdruck ist vermutlich im Keller (hab kein Messgerät hier). Interessant, dass die NMU doch ganz klar positive Wirkungen hatten und dass ich das Weglassen so deutlich merke. Früher waren diese Dinge normal. Aber es ist ganz klar, dass ich mit der Dosierung spielen muss. Leider hat Keac auf meine Mail noch nicht geantwortet.

Momentan scheine ich, wenn ich beim Essen über die Stränge schlage, hauptsächlich über die Haut zu reagieren. Nach der Dressing-Episode und (ja, ich weiß, ganz böse) einem halben Glas Bier habe ich mit Juckreiz am Rücken und Bauch reagiert. Öfter mal was neues – ist aber nicht sehr schlimm und war nach einem Tag disziplinierterem Essen wieder passé.

Heute habe ich tatsächlich eine kleine Wanderung machen können. Ich hab natürlich ganz schön geschnauft, als es bergauf ging, weil ich null Kondition hab – aber es ging mir dabei und danach nicht schlechter, als vorher. Und ich bin mit meinem Snack aus Mandeln, etwas Käse und Heidelbeeren total gut über die Runden gekommen. Getreide fehlt mir eigentlich gar nicht. Allerdings bin ich mit dem hohen Konsum von Milchprodukten nicht so glücklich, da muss ich mal schauen, wie ich das noch tunen kann. Ich komme jedenfalls momentan prima ohne Nudeln, Brot oder Reis klar. Mal sehen, wie das im Alltag so wird.

Un jour dans la vie…

Auch wenn es nicht so wahnsinnig viel zu berichten gibt, melde ich mich mal wieder. Zumal wir endlich Internet haben ;).

Die Erschöpfung beträgt nach wie vor 100%. Der Tagesrhythmus, dem sie unterliegt, ist immer der gleiche: morgens bis mittags bin ich zu nichts zu gebrauchen. Selbst Sitzen ist manchmal zu viel. Mittags bekomme ich dann ein kleines „Hoch“, wo es mir etwas besser geht. Dann wieder ein Loch und abends werde ich noch mal etwas fitter (also, von fit kann natürlich keine Rede sein, aber ich fühle mich nicht mehr ganz so durch die Mangel gedreht, wie morgens). Das Ganze passt doch sehr zu dem typischen Profil bei einer Nebennierenschwäche. Mit dem Thema muss ich mich wohl doch noch mal etwas mehr auseinandersetzen. Ich hatte das, da meine Ergebnisse vom Cortisoltest ja nicht so gut zu deuten waren, ein wenig hintenan gestellt. Wobei ich bei der Nahrungsergänzung (B-Komplex, Vitamin C, Phosphatidylserine) und nun eben seit kurzem auch bei der Ernährung (weniger Kohlenhydrate, mehr Proteine) mich schon entsprechend den Empfehlungen verhalte. Was noch hilfreich sein könnte ist B5 (Pantothensäure; s. z.B. http://www.adrenal-fatigue.de). Das habe ich mir gestern bestellt, ist dann vielleicht schon da, wenn wir wieder zu Hause sind.

Ein weiteres Thema, um das ich da sehr herumschleiche, sind Nebennierenextrakte. Die werden z.B. von Dr. Wilson – dem amerikanischen Adrenal fatigue „Papst“ – empfohlen. Es handelt sich aber um Gewebe, dass aus der Nebenniere von Kälbern gewonnen wird. Das ist für mich auf ganz vielen Ebenen ein echter Alptraum (so als Pescetarier und Fleischphobiker). Außerdem habe ich davor echt Respekt, weil zwar keine (oder nur wenige) Hormone enthalten sind, aber das Ganze ja letztlich schon auf den Hormonhaushalt wirkt. Die Extrakte sollen die Stoffe enthalten, die die Nebennieren brauchen, um Cortisol zu produzieren. Und es gibt natürlich auch kritische Stimmen dazu. Auf dieser deutschen Seite heißt es z.B.:

Je stärker die Nebennierenschwäche vorangeschritten ist, desto eher besteht die Gefahr eines Therapierückschlages durch solche Präparate, die stimulierende Wirkanteile aufweisen. Deshalb sollte die Behandlung mit Nebennierenextrakten, Ginseng, Ashwagandha, Withania somnifera, Süßholzwurzel, Ingwer, Maca leichten Krankeitsstadien vorbehalten bleiben, bei leichten Krankheitsbildern stellen sie deshalb eine sinnvolle Therapieoption dar. Auch Vitamin B5 und B12 bewirken, dass der Stoffwechsel der Nebennieren kräftig angehoben wird. Ohne eine Begleitung durch Spurenelemente und Antioxidantien besteht auch hier die Möglichkeit eines Therapierückschlages. (http://www.dr-neidert.de/index.php?option=com_content&view=article&id=98)

D.h. es könnte auch sein, dass ich mir mit dem B12 gerade langfristig weitere Kraft raube. Allerdings habe ich von dem „Anheben“ oder der stimulierenden Wirkung nichts gemerkt. Wie dem auch sei. Ich bin nun doch über meinen Schatten gesprungen und habe „Adrenal cortex extracts“ bestellt. Wenn ich mich traue, es zu nehmen, müsste ich relativ schnell merken, ob ich darauf anspreche. Falls nein, kann das z.B. heißen, dass die Nebenniere nicht mein (größtes) Problem ist. Wäre ja auch mal eine Erkenntnis.

Ich bin außerdem beim letzten Libase-Besuch noch mal auf etwas aufmerksam geworden, das ich eigentlich schon wußte (klassischer Fall von passivem Wissen ;)): bei der HPU-Medikation soll man laut Dr. Kamsteeg (http://www.keac.de) merken, dass die richtige Dosierung des aktivierten B6 (P5P) erreicht ist, wenn die Traumerinnerung zurück kommt oder – bei nicht passender Dosierung – ggf. zu stark wird. Bei der HPU kann ein Symptom eine fehlende Traumerinnerung sein. Ich muss sagen, dass ich damit leider nie „gesegnet“ war – ich erinnere mich schon immer recht gut an meine Träume und finde das gar nicht immer spassig. Aber in den letzten Monaten ist es ja bei mir mit dem Schlafen richtig schlimm – ich schlafe von ca. 22:00 bis 00:30 relativ traumlos und danach wache ich ständig auf und träume sehr intensiv und wirr. Meine Augenlider fühlen sich in der Phase sehr geschwollen an. Dann kommt gegen 5 ein Punkt, wo ich mich eigentlich wach fühle und aufstehen könnte. Ab 6 oder 7 Uhr geht es dann wieder „bergab“ und ich werde immer müder und müder, komme dann kaum aus dem Bett. Wenn ich tatsächlich während der frühen „Fit-Phase“ aufstehe, geht es leider genauso rapide wieder bergab, das bringt also nix. An meine Träume kann ich mich sehr gut erinnern. Langer Rede kurzer Sinn, ich bin nun gestern drauf gekommen, dass die überklare Traumerinnerung ja vielleicht etwas mit meiner HPU-Nahrungsergänzung zu tun haben kann. Ich habe gestern und heute nun mein Depyrrol mal nicht genommen, um zu schauen, was passiert. Die letzte Nacht habe ich tatsächlich ein kleines bisschen besser geschlafen, aber das kann auch Zufall gewesen sein. Aber wenn sich das bestätigt, muss ich noch mal von vorne anfangen bei der Einstellung der Dosierungen.

Dafür gibt es beim Thema Essen Erfreuliches zu berichten (wenn ich mich nur auch drüber freuen könnte, das wäre schon ein Riesenschritt!).  Ich habe ja schon seit längerem den Eindruck, dass meine Toleranzgrenze in Sachen Histamin steigt. Gestern habe ich dann den „Ernstfall“ geprobt: wir haben einen Ausflug in die nächstgrößere Stadt gemacht (genaugenommen, um den neuen Router für die Ferienwohnung abzuholen ;)) und sind dort mittags Essen gewesen. Die am wenigsten furchteinflößende Mahlzeit hier sind für mich eigentlich Galettes. Das sind herzhafte Crépes aus Buchweizenmehl, die aus der Bretagne stammen. Buchweizen habe ich zwar mal nicht vertragen, aber ich denke, dass das Mehl dort mit Weizenmehl gemischt ist, da Buchweizen alleine ja keinen Kleber hat und die Galettes nicht zusammenhalten würden. Gestern habe ich dann ein Galette vegetarienne bestellt – u.a. mit grünen Bohnen, Champignons und Palmherzen (über die weiß ich in Bezug auf den Histamingehalt nichts, aber die gibt es in der Regel ja nur aus der Dose und nicht frisch). Dazu gab es einen Salat mit einer Honig-Senf-Sauce. An die habe ich mich wirklich nicht dran getraut und habe nur zwei, drei Anstandsbissen gegessen. Die Galette habe ich aber komplett verspeist. Ich hatte später ein ganz klein wenig Ohrenschmerzen, aber die habe ich mit einer Portion Vitamin C wegbekommen. Als ich anfing zu essen dachte ich, die Antihistaminika wären vorprogrammiert. Auch meinen einen Kaffee am Tag vertrage ich nun wieder gut. Ein Stück Käse hin und wieder geht ebenso und auch ein klitzekleines(!) Schlückchen Wein traue ich mich auch dann und wann.

Allerdings merke ich auch, dass die Ernährungsumstellung meinem Darm ein bisschen zu schaffen macht. Die Stuhlfarbe (sorry, too much information) hat sich wieder mehr in Richtung ocker verschoben. Aber es kann sein, dass sich die Darmbakterien erst auf die andere Nahrungszusammensetzung einstellen müssen, insofern lasse ich mich dadurch erst mal nicht beirren. Ich habe jedenfalls nach wie vor keine Durchfälle oder Blähungen und ich habe wirklich das Gefühl, dass ich länger satt bleibe bzw. dass ich nicht so schnell so extrem unterzuckere, wie mit der stark getreidebasierten Ernährung.

So, ganz schön viel Text für „nicht viel zu berichten“. Mal schauen, wie die zweite Nacht ohne P5P wird. Bonne soirée!

Das Frankreich-Experiment geht weiter

Nun hatte ich ein paar Tage Zeit, mich zu akklimatisieren und von der Reise „zu erholen“. Das steht in Anführungszeichen, da ich mich natürlich nicht erholt fühle. Teilweise stehe ich mir da selbst im Weg, das weiß ich schon, denn es macht mich fertig, in so einer tollen Umgebung zu sein und letztlich nur rumsitzen zu können und in die Landschaft zu starren. Das Internet funktioniert immer noch nicht, nur auf dem Handy. Das nervt mich zusätzlich.

Also hatte ich viel Zeit zu lesen und habe mittlerweile ein Buch über LOGI-Ernährung (Low Glycemic and Insulinemic Diet) und eines von Dr. Runow („Wenn Gifte auf die Nerven gehen“) durch. Mit LOGI wollte ich mich ja schon länger mal beschäftigen, weil ich meine Ernährung für viel zu kohlenhydratlastig halte. Das kann laut Burgerstein ein Faktor sein, der Nitrostess begünstigt. Außerdem beobachte ich, dass ich durch die mangelnde Bewegung immer mehr Muskelmasse abbaue und der Körperfettanteil ständig steigt (bei ziemlich konstantem Gewicht). Das trägt zusätzlich dazu bei, das ich mich schlecht fühle. Ich war nie besonders muskulös (wahrscheinlich dank der HPU) und mein Körperfettanteil lag trotz des vielen Sports relativ hoch (immer um die 22-24%), aber jetzt kann ich praktisch dabei zusehen, wie ich schwabbeliger werde.

LOGI empfiehlt eine Kost, die den Verzehr stark stärkehaltige Gemüse sowie von Getreide einschränkt und stattdessen den Eiweißanteil in der Ernährung zu erhöhen versucht. Gemüse und Obst sind fast uneingeschränkt „erlaubt“, da neben dem glykämischen Index (ein Maß dafür, wie stark und schnell der Blutzucker durch das Lebensmittel zum Ansteigen gebracht wird und damit dafür, wieviel Insulin der Körper ausschütten muss, um die Kohlenhydrate abzubauen und zu speichern) auch die glykämische Last mit ins Kalkül gezogen wird. Bei der glykämischen Last geht es letztlich darum, wieviele Kohlenhydrate man beim Verzehr einer normalen Portion eines Lebensmittels tatsächlich zu sich nimmt. So hat Kürbis zwar einen hohen glykämischen Index, aber wenn man in einer Mahlzeit eine nicht zu große Portion davon isst, steigt der Blutzucker dennoch nicht zu stark an. Gleichzeitig empfiehlt LOGI – anders als die GLYX-Diät – aber, auch Vollkornprodukte nur in Maßen zu essen, da die glykämische Last hier trotzdem recht hoch ist, denn es werden über längere Zeit relativ viele Kohlenhydrate zur Verfügung gestellt. D.h. zwar, dass der Blutzucker nicht schnell ansteigt und wieder abfällt; die Bauchspeicheldrüse muss aber dennoch eine größere Menge Insulin produzieren (halt über einen längeren Zeitraum) und wird somit stärker in Anspruch genommen.

Die Ernährung soll nach diesem Konzept stärker proteinbetont sein, d.h. es werden viel Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse empfohlen. Da besteht für mich schon die erste Schwierigkeit: ich esse kein Fleisch und bin durch die HI auch bei Nüssen und Hülsenfrüchten eingeschränkt. Mich stört an dem Buch außerdem, dass Fleischkonsum und ein hoher Konsum von Milchprodukten dort – wie ich finde – teils eher unreflektiert propagiert wird (und ich meine hier aus ethischer wie gesundheitlicher Sicht). So wird zum Beispiel gesagt, Milchprodukte seien eine gute Kalziumquelle – das stimmt aber nur eingeschränkt (wenn man mal „Milchlüge“ oder „Milch Kalzium“ googelt, findet man da einiges an Hinweisen zu). So wird z.B. hier erläutert, dass der Abbau tierischen Eiweißes ein Kalziumräuber ist. Nun muss man der LOGI-Ernährung zugute halten, dass sie auch einen üppigen Gemüsekonsum propagiert – da Gemüse basisch wirken, kann die säuernde und damit kalziumraubende Wirkung der tierischen Eiweiße abgepuffert werden.

Ich versuche mich nun jedenfalls mal an LOGI. Das sieht bei mir im Moment etwa so aus (ich teste es aber auch erst ein paar Tage): Zum Frühstück gibt es Obst und Mozzarella. Ich habe nun meist Nektarinen oder Beeren genommen und den Mozzarella mit Olivenöl beträufelt (OK…begossen ;)). Ich habe durch das Obst keine zusätzlichen Müdigkeitsattacken bemerkt – es scheint mir ganz gut zu bekommen. Ich wollte mich auch mal an ganze Eier ranwagen, aber wegen der HI ziere ich mich da noch.
Da ich mich auch an Nüsse nicht so recht rantraue, bin ich auf Pinienkerne und Mandeln ausgewichen (in Maßen). Da bin ich mir noch nicht so ganz sicher, ob ich sie wirklich vertrage, aber es gab keine heftigen Sofortreaktionen. Ansonsten gab es jetzt hauptsächlich Gemüse und einmal pro Tag Fisch dazu. Da ich keine Tomatensauce essen kann, bin ich nun auf Créme fraîche ausgewichen (die hat hier im Gegensatz zur Sahne keine Zusatzstoffe). Ich nehme nur wenig davon, da diese soweit ich weiß fermentiert ist, aber irgendeine Sauce brauche ich – sonst bekomme ich den Fisch nicht runter. Natürlich sind auch mal Nudeln oder Reis in Ordnung, aber generell fehlt mir das bislang nicht sehr und ich habe auch kein starkes Hungergefühl.
Gleichzeitig habe ich nun allerdings die Ernährungsregeln der Impulstherapie etwas gelockert, auch wenn ich weiterhin versuche, mich weitgehend dran zu halten. Hauptsächlich bezieht es sich darauf, dass ich auch mal die Mandeln oder Pinienkerne zu meinem normalen Essen genommen habe (die sind nach der Impuls-Ernährungstheorie glaube ich eigentlich Lebensmittel, die man nicht mit anderen Mischen soll) und bei dem einen Espresso, den ich mir pro Tag genehmige habe ich nicht auf den 2-Stundenabstand zu den Mahlzeiten geachtet, da ich meist nach dem Espresso (meist 1 Stück brauner Zucker und Milch) doch schneller wieder Hunger bekomme. Der Zucker ist natürlich nicht ganz LOGI-konform, aber der Autor betont auch, dass man in Maßen natürlich Ausnahmen machen kann. Und es geht mir ja nicht ums Abnehmen.

Ich bin überrascht, dass ich die Milchprodukte insgesamt recht gut zu vertragen scheine. Auch die Milch im Kaffee macht deutlich weniger Luft im Bauch (fast gar keine). Ich werde aber in Hamburg trotzdem auf jeden Fall die Milch testen lassen ich denke, da könnte es durchaus noch Optimierungspotenzial geben.

Das Buch von Runow fand ich auch ganz interessant. Wenn man es liest, läuft es natürlich darauf hinaus, dass man bei seinem Institut die Tests machen sollte (natürlich schreibt er das nicht so, aber ich glaube nicht, dass die Tests, die er empfiehlt woanders in Deutschland machen kann). Ich ziehe das in Erwägung, aber das ist natürlich finanziell mal wieder ein ganz schöner Batzen. Andererseits glaube ich, dass bei mir der (zudem noch mit nicht unbedingt zuverlässigen Bluttests festgestellte) B12- und Q10-Mangel im Zweifel nur die Spitze des Eisbergs ist und dass da wahrscheinlich noch mehr aus dem Gleichgewicht ist. Das ist ja das tückische an den Mikronährstoffen. Wie bei den Hormonen muss alles in einem Gleichgewicht sein – an einer Schraube zu drehen, ohne die andere (also z.B. den Gegenspieler) im Blick zu haben, kann den Körper in ein neues Ungleichgewicht stürzen.