Summer rolls for Christmas

Das Thema Weihnachtsessen treibt ja schon „Normalessende“ ziemlich um – wenn man dann noch für Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Rotationsdiät planen soll, kann das eine ganz schöne Herausforderung sein. Zum Glück ist das Thema Essen bei uns Weihnachten insofern etwas entspannter, als es Suppenfondue gibt. Da brauchte ich nun eh schon immer eine „Extrawurst“ (respektive einen Extratopf), weil ich kein Fleisch esse. Allerdings habe ich mir dieses Jahr nach langem hin und her mit mir selbst überlegt, den Topf direkt auch noch über Bord zu werfen und was ganz anderes zu machen. Fondue lebt ja irgendwie von den Saucen und da ist meine Auswahl gerade wirklich sehr, sehr eingeschränkt. Die Grießklößchen, die ich sonst immer als vegetarische Einlage beigesteuert habe kann ich auch nicht mehr essen (da sind Quark und Eier drin). Und um mir jetzt ein paar Möhrenscheibchen zu garen brauch ich dann doch kein Fondue.

Also hab ich mir was rausgesucht, das ich sehr gerne esse (eins der wenigen Gerichte, die mir gerade überhaupt schmecken): Summer rolls – also in Reisteigplatten eingerolltes Gemüse. Da kommen dann Möhren, Koriander, Gurken, Mango und vielleicht etwas Avocado rein, ich kann mir die Dinger am Tisch rollen und bin auch beschäftigt. Dazu mache ich eine Erdnusssauce (mit Kokoscreme) und vielleicht etwas aus Kichererbsen und Sesam.  Das ist dann HI-technisch nicht ganz „sauber“, aber ich denke, es wird gehen.

Ansonsten treibt mich beim Essen das Thema Schokolade sehr um. Da ich als Resultat des IgG-Tests auf Milchprodukte verzichte, dunkle (milchfreie) Schokolade bei HI aber kritisch ist (das habe ich leider jetzt auch beim „Testen“ noch mal bestätigt bekommen ;)) und die vegane weiße Schokolade, die ich bis jetzt gesehen habe, vor Zusatz- und Inhaltsstoffen (u.a. Sonnenblumenöl, was ja auch auf meiner roten Liste steht) nur so strotzt, muss ich da wohl selbst ran. Ich habe ein Rezept von Attila Hildmann entdeckt, das für mich funktionieren müsste (hauptsächlich Kakaobutter und Mandelmus). Vielleicht traue ich mich gleich noch mal in den  Biosupermarkt und kaufe last minute Kakaobutter.

Wie läuft es sonst so? Ich rotiere fleissig weiter, wobei ich bei den Pflanzenfamilien, auf die ich im IgG-Test nicht reagiert habe, nicht mehr ganz so streng bin. Insbesondere bei den Ölen bin ich nicht mehr in dem 4-Tagesrhythmus, weil ich da nicht genug Auswahl habe, mit der man auch heiß braten kann. Ich rotiere gerade Olive, Raps und Palmfett – letzteres mag ich allerdings überhaupt nicht. Ich versuche jetzt noch mal wieder Kokosöl stattdessen. Traubenkernöl scheine ich nicht gut zu vertragen, Avocadoöl schmeckt mir wider erwarten nicht. Werde demnächst mal noch Erdnussöl testen.

Von den Symptomen her ist gerade der schlimme Juckreiz etwas besser geworden – ich kann jetzt nicht sagen, ob es an der Rotation bzw. vor allem dem Meiden von Milch und Eiern liegt oder daran, dass ich mein Deo und mein Haarprodukt gewechselt habe. Ist beides möglich.

Dann hatte ich letzte Woche einen ziemlich blöden Infekt – ich dachte erst, es sei vielleicht eine Histaminreaktion, aber es war tatsächlich eine Art „Erkältung“ (aber ohne starke Beteiligung der Atemwege). Das hat mich direkt so umgehauen, dass ich mich krank schreiben lassen musste. Hatte ich echt lange nicht mehr – ich frage mich, ob es ein Zeichen dafür sein kann, das mein Immunsystem sich irgendwie wieder „normalisiert“? Es war wahrscheinlich aber einfach Zufall ;).

An der Schlaffront komme ich nicht so richtig weiter. Allerdings beobachte ich mal wieder, dass ich auf das aktivierte B6 (P5P) schon in Minidosen mit extrem lebhaften Träumen und noch schlechterer Schlafqualität reagiere. Ich habe noch mal versucht, den B-Komplex einzuschleichen (zuletzt war es ja das isolierte P5P). Ich nehme nur etwa 1/5 Kapsel und habe schon wieder die wirren Träume. Ich muss im neuen Jahr unbedingt mal bei keac anrufen und fragen, wie ich das „deuten“ soll bzw. was sie mir empfehlen.

Nun stürze ich mich mal in die Vorbereitungen für heute Abend (bzw. erst einmal in den Supermarkt). Ich wünsche Euch ein schönes Weihnachtsfest!

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Hier bin ich wieder!

Huch, schon ganz schön lange her seit dem letzten Post. Ich hatte auf der Arbeit eine dreitägige Veranstaltung, für die ich die Hauptverantwortliche war und es gab viel zu tun. Heute war der letzte Tag und ich bin sehr, sehr kaputt. Aber das ist ja nichts Neues. Allerdings hatte ich vorher mal zwei, drei Tage am Stück, an denen ich mich eigentlich ganz OK gefühlt habe. Das kommt selten vor. Mal schauen, ob es sich jetzt, wo der Stress etwas weniger ist, wieder einstellt? Aber ich wage kaum dran zu glauben.

So – Bestandsaufnahme!

Ich nehme seit etwas über drei Wochen L-Thyroxin (unterdessen nehme ich es doch morgens). An der Erschöpfung tut sich (mit der Ausnahme, die ich oben beschrieben habe) nichts. Ich habe aber den Eindruck, als würde ich etwas besser schlafen. Die Träume sind weniger plastisch und vor allem wache ich nicht mehr ganz so früh auf, sondern kann tatsächlich auch mal bis zum Weckerklingeln schlafen. Das ist neu.

Das Probiotikum, das mir die Orthomolekularärztin empfohlen hat, nehme ich nun auch schon eine Weile – anfangs haben die Baktis ein wenig in meinem Darm rumort, das hat sich aber gegeben. Meine Verdauung läuft immer noch recht träge, ist aber ganz OK. Das L-Glutamin für das Leaky Gut nehme ich auch weiterhin und konnte die Dosis ohne Nebenwirkungen erhöhen.

Außerdem gab es Post vom deutschen Zoll. Ich hatte ja Adrenal Cortex bestellt, weil ich schauen wollte, ob es an meiner Erschöpfung etwas dreht. Der Zoll hatte Bedenken und hat es an ein Labor geschickt. Vorgestern bekam ich es – originalverpackt – zugeschickt. Getreu dem Motto „Augen zu und durch“ habe ich nun morgens je eine Kapsel genommen. Noch merke ich nichts , aber ich wollte es mal eine Woche nehmen und dann schauen.

Bei der HPU-Medikation bin ich weiterhin bei einer niedrigen Dosis – ich nehme 15 mg Zink, 5 mg Mangan und unterdessen 2 Messerspitzen von dem P5P. Letzte Nacht habe ich schlecht geschlafen, was mich direkt an das P5P denken ließ, aber es kann auch die „Aufregung“ auf der Arbeit gewesen sein.

Zwischendurch hat sich leider meine HI ganz schön zu Wort gemeldet – das wundert mich aber bei dem erhöhten Stresspegel der letzten zwei Wochen nicht wirklich. Am letzten Sonntagabend hat es mich so richtig erwischt und ich dachte, ich bekomme einen grippalen Infekt oder eine Erkältung. Mit einem Antihistaminikum sind die meisten Beschwerden dann wieder verschwunden (und meine Nase ist – gefühlt das erste Mal seit Wochen – wieder frei gewesen). Was nun der Übeltäter war…ich bin mir nicht ganz sicher. Wir haben am Vorabend das erste Mal wieder Falafel getestet. Selbst gemacht mit getrockneten, eingeweichten Kichererbsen. Es war unglaublich lecker und ich habe eine Riesenportion gegessen. Ich habe darauf nicht reagiert, aber es ist möglich, dass das am nächsten Abend eine verzögerte Reaktion war. Das muss ich dann wohl oder übel noch mal testen. Ist nicht so schlimm…ich liebe Falafel :). Ein anderer potenzieller Übeltäter ist eine einzelne Paranuss, die ich am Sonntag gegessen habe. Sie war mir von vornherein nicht ganz geheuer aus verschiedenen Gründen…

Naja und dann habe ich im Rahmen der Veranstaltung diese Woche zwei Mal auswärts gegessen – zwar sehr vorsichtig, aber ich habe trotzdem zur Sicherheit ein Antihistaminikum genommen.

Jetzt freue ich mich auf ein Wochenende, an dem ich nichts machen muss – Ausruhen nach der anstrengenden Woche ist angesagt!

Nepalesisch und Mangoeis

Wie Ihr an der Überschrift seht, war ich beim Essen weiterhin mutig. Das gefühlt größte Wagnis war das nepalesiche Essen vorgestern. Die nepalesische Küche ist der indischen teils ähnlich und da ich das ja nun schon eine Weile ausprobieren wollte, haben wir uns also hier in unserem Bergdorf zum Nepalesen getraut. Ich habe nichts gefragt, sondern einfach nach Karte bestellt: Als Vorspeise „Momo“ (das sind so gefüllte Teigtaschen) mit Gemüse und Pakora (mit Kichererbsenteig fritiertes Gemüse). Dazu gab es eine unglaublich köstliche pikante Sauce. Ich hab keine Ahnung, was da drin war – definitiv Zwiebeln, Paprika und eventuell etwas Knoblauch. Danach habe ich dann ein Gemüsecurry mit Joghurtsauce und ein Chapati (Fladenbrot) gegessen. Beim Curry musste ich dann doch vorher mal kurz schlucken, bevor ich angefangen habe – da waren nämlich Auberginen und noch mal eine ordentliche Portion Knoblauch drin, den ich ja eigentlich „noch nie“ vertragen habe. Nach dem Essen hat es klein wenig gegrummelt im Magen und Darm und ich dachte schon „oh, oh“. Aber das hat sich schnell wieder beruhigt und ich habe nichts gemerkt von dem Essen!

Heute haben wir dann einen Ausflug in eine größere Stadt gemacht – das Essen mittags war ein bisschen ein Reinfall. Ich habe Salat bestellt und vergessen, ihn ohne Dressing zu bestellen (head-desk). Es kam eine Riesen-Waschschüssel voll und ich habe nur ungefähr ein Drittel davon gegessen. Mir war leider ziemlich schwindelig danach – ich vermute, dass ich mit Essig immer noch nicht gut klar komme. Das hat sich aber zum Glück bald wieder gelegt und ich habe dann am Nachmittag die LOGI-Kost mal kurz über Bord geworfen (die Impuls-Regeln gleich mit) und ein unglaublich köstliches Eis gegessen – Mango und dunkle Schokolade habe ich mir ausgesucht. Wahnsinn, so lecker – nicht besonders süß, genau, wie ich es mag.

So, und die Erschöpfung? Ich habe jetzt drei Tage die HPU-Nahrungsergänzung nicht mehr genommen und ich spüre eine Verbesserung bei der Erschöpfung und beim Schlaf. Beides ist nach wie vor nicht optimal – ich bin erschöpft und ich träume nach wie vor sehr „bunt und laut“. Aber die Erschöpfung ist bei weitem nicht mehr so tief wie zuvor und die Schwankungen, denen sie am Tag unterliegt sind nicht so heftig. Dazu wache ich nachts deutlich weniger oft auf. Ich weiß noch nicht so recht, was ich mit dieser Erkenntnis anfangen soll und habe KEAC mal eine Mail geschrieben. Im Zweifel werde ich dort wohl mal anrufen müssen, aber mal schauen, was sie sagen.

Un jour dans la vie…

Auch wenn es nicht so wahnsinnig viel zu berichten gibt, melde ich mich mal wieder. Zumal wir endlich Internet haben ;).

Die Erschöpfung beträgt nach wie vor 100%. Der Tagesrhythmus, dem sie unterliegt, ist immer der gleiche: morgens bis mittags bin ich zu nichts zu gebrauchen. Selbst Sitzen ist manchmal zu viel. Mittags bekomme ich dann ein kleines „Hoch“, wo es mir etwas besser geht. Dann wieder ein Loch und abends werde ich noch mal etwas fitter (also, von fit kann natürlich keine Rede sein, aber ich fühle mich nicht mehr ganz so durch die Mangel gedreht, wie morgens). Das Ganze passt doch sehr zu dem typischen Profil bei einer Nebennierenschwäche. Mit dem Thema muss ich mich wohl doch noch mal etwas mehr auseinandersetzen. Ich hatte das, da meine Ergebnisse vom Cortisoltest ja nicht so gut zu deuten waren, ein wenig hintenan gestellt. Wobei ich bei der Nahrungsergänzung (B-Komplex, Vitamin C, Phosphatidylserine) und nun eben seit kurzem auch bei der Ernährung (weniger Kohlenhydrate, mehr Proteine) mich schon entsprechend den Empfehlungen verhalte. Was noch hilfreich sein könnte ist B5 (Pantothensäure; s. z.B. http://www.adrenal-fatigue.de). Das habe ich mir gestern bestellt, ist dann vielleicht schon da, wenn wir wieder zu Hause sind.

Ein weiteres Thema, um das ich da sehr herumschleiche, sind Nebennierenextrakte. Die werden z.B. von Dr. Wilson – dem amerikanischen Adrenal fatigue „Papst“ – empfohlen. Es handelt sich aber um Gewebe, dass aus der Nebenniere von Kälbern gewonnen wird. Das ist für mich auf ganz vielen Ebenen ein echter Alptraum (so als Pescetarier und Fleischphobiker). Außerdem habe ich davor echt Respekt, weil zwar keine (oder nur wenige) Hormone enthalten sind, aber das Ganze ja letztlich schon auf den Hormonhaushalt wirkt. Die Extrakte sollen die Stoffe enthalten, die die Nebennieren brauchen, um Cortisol zu produzieren. Und es gibt natürlich auch kritische Stimmen dazu. Auf dieser deutschen Seite heißt es z.B.:

Je stärker die Nebennierenschwäche vorangeschritten ist, desto eher besteht die Gefahr eines Therapierückschlages durch solche Präparate, die stimulierende Wirkanteile aufweisen. Deshalb sollte die Behandlung mit Nebennierenextrakten, Ginseng, Ashwagandha, Withania somnifera, Süßholzwurzel, Ingwer, Maca leichten Krankeitsstadien vorbehalten bleiben, bei leichten Krankheitsbildern stellen sie deshalb eine sinnvolle Therapieoption dar. Auch Vitamin B5 und B12 bewirken, dass der Stoffwechsel der Nebennieren kräftig angehoben wird. Ohne eine Begleitung durch Spurenelemente und Antioxidantien besteht auch hier die Möglichkeit eines Therapierückschlages. (http://www.dr-neidert.de/index.php?option=com_content&view=article&id=98)

D.h. es könnte auch sein, dass ich mir mit dem B12 gerade langfristig weitere Kraft raube. Allerdings habe ich von dem „Anheben“ oder der stimulierenden Wirkung nichts gemerkt. Wie dem auch sei. Ich bin nun doch über meinen Schatten gesprungen und habe „Adrenal cortex extracts“ bestellt. Wenn ich mich traue, es zu nehmen, müsste ich relativ schnell merken, ob ich darauf anspreche. Falls nein, kann das z.B. heißen, dass die Nebenniere nicht mein (größtes) Problem ist. Wäre ja auch mal eine Erkenntnis.

Ich bin außerdem beim letzten Libase-Besuch noch mal auf etwas aufmerksam geworden, das ich eigentlich schon wußte (klassischer Fall von passivem Wissen ;)): bei der HPU-Medikation soll man laut Dr. Kamsteeg (http://www.keac.de) merken, dass die richtige Dosierung des aktivierten B6 (P5P) erreicht ist, wenn die Traumerinnerung zurück kommt oder – bei nicht passender Dosierung – ggf. zu stark wird. Bei der HPU kann ein Symptom eine fehlende Traumerinnerung sein. Ich muss sagen, dass ich damit leider nie „gesegnet“ war – ich erinnere mich schon immer recht gut an meine Träume und finde das gar nicht immer spassig. Aber in den letzten Monaten ist es ja bei mir mit dem Schlafen richtig schlimm – ich schlafe von ca. 22:00 bis 00:30 relativ traumlos und danach wache ich ständig auf und träume sehr intensiv und wirr. Meine Augenlider fühlen sich in der Phase sehr geschwollen an. Dann kommt gegen 5 ein Punkt, wo ich mich eigentlich wach fühle und aufstehen könnte. Ab 6 oder 7 Uhr geht es dann wieder „bergab“ und ich werde immer müder und müder, komme dann kaum aus dem Bett. Wenn ich tatsächlich während der frühen „Fit-Phase“ aufstehe, geht es leider genauso rapide wieder bergab, das bringt also nix. An meine Träume kann ich mich sehr gut erinnern. Langer Rede kurzer Sinn, ich bin nun gestern drauf gekommen, dass die überklare Traumerinnerung ja vielleicht etwas mit meiner HPU-Nahrungsergänzung zu tun haben kann. Ich habe gestern und heute nun mein Depyrrol mal nicht genommen, um zu schauen, was passiert. Die letzte Nacht habe ich tatsächlich ein kleines bisschen besser geschlafen, aber das kann auch Zufall gewesen sein. Aber wenn sich das bestätigt, muss ich noch mal von vorne anfangen bei der Einstellung der Dosierungen.

Dafür gibt es beim Thema Essen Erfreuliches zu berichten (wenn ich mich nur auch drüber freuen könnte, das wäre schon ein Riesenschritt!).  Ich habe ja schon seit längerem den Eindruck, dass meine Toleranzgrenze in Sachen Histamin steigt. Gestern habe ich dann den „Ernstfall“ geprobt: wir haben einen Ausflug in die nächstgrößere Stadt gemacht (genaugenommen, um den neuen Router für die Ferienwohnung abzuholen ;)) und sind dort mittags Essen gewesen. Die am wenigsten furchteinflößende Mahlzeit hier sind für mich eigentlich Galettes. Das sind herzhafte Crépes aus Buchweizenmehl, die aus der Bretagne stammen. Buchweizen habe ich zwar mal nicht vertragen, aber ich denke, dass das Mehl dort mit Weizenmehl gemischt ist, da Buchweizen alleine ja keinen Kleber hat und die Galettes nicht zusammenhalten würden. Gestern habe ich dann ein Galette vegetarienne bestellt – u.a. mit grünen Bohnen, Champignons und Palmherzen (über die weiß ich in Bezug auf den Histamingehalt nichts, aber die gibt es in der Regel ja nur aus der Dose und nicht frisch). Dazu gab es einen Salat mit einer Honig-Senf-Sauce. An die habe ich mich wirklich nicht dran getraut und habe nur zwei, drei Anstandsbissen gegessen. Die Galette habe ich aber komplett verspeist. Ich hatte später ein ganz klein wenig Ohrenschmerzen, aber die habe ich mit einer Portion Vitamin C wegbekommen. Als ich anfing zu essen dachte ich, die Antihistaminika wären vorprogrammiert. Auch meinen einen Kaffee am Tag vertrage ich nun wieder gut. Ein Stück Käse hin und wieder geht ebenso und auch ein klitzekleines(!) Schlückchen Wein traue ich mich auch dann und wann.

Allerdings merke ich auch, dass die Ernährungsumstellung meinem Darm ein bisschen zu schaffen macht. Die Stuhlfarbe (sorry, too much information) hat sich wieder mehr in Richtung ocker verschoben. Aber es kann sein, dass sich die Darmbakterien erst auf die andere Nahrungszusammensetzung einstellen müssen, insofern lasse ich mich dadurch erst mal nicht beirren. Ich habe jedenfalls nach wie vor keine Durchfälle oder Blähungen und ich habe wirklich das Gefühl, dass ich länger satt bleibe bzw. dass ich nicht so schnell so extrem unterzuckere, wie mit der stark getreidebasierten Ernährung.

So, ganz schön viel Text für „nicht viel zu berichten“. Mal schauen, wie die zweite Nacht ohne P5P wird. Bonne soirée!

Ups and downs

Gestern Abend habe ich mal wieder ein neues Mittel ausprobiert, das mir mein Homöopath geschickt hat. Aus dem letzten Versuch ist das Kalium Phosphoricum in einer etwas niedrigeren Potenz als ursprünglich versucht übrig geblieben. Heute morgen habe ich mich eigentlich überraschend gut gefühlt (dafür, dass ich gestern quasi meinen Namen nicht mehr gerade schreiben konnte und gefühlt auch nicht mehr wußte, wie ich heiße, weil ich so kaputt war). Gut geschlafen hatte ich nicht, aber ich bin etwas besser die Treppe ins Bad rauf gekommen, als sonst morgens.

Dann habe ich heute meine erste B12-Spritze bekommen und es ging mir eigentlich den Tag ziemlich gut – insgesamt habe ich mich deutlich weniger erschöpft gefühlt. Das lag jetzt sicher nicht an der Spritze, aber vielleicht war es ein Placebo-Effekt. Soll mir recht sein ;).

Beim Mittagessen habe ich mich das erste mal wieder an die vegane Linsensuppe mit Kokosmilch rangetraut, die es standardmäßig in dem Suppenladen gibt. Ich war sehr skeptisch, wegen der Linsen und der Kokosmilch, da ich mir bei beidem ja nicht so sicher bin wie ich sie vertrage. Aber es hat ganz gut geklappt! Ein bisschen hat es gegrummelt im Darm, aber wirklich nur ganz wenig.

Allerdings ist heute Abend die Stimmung mal wieder im Keller – ob das an den Linsen liegt? Ich habe ja schon öfters das Gefühl gehabt, das Hülsenfrüchte bei mir die Stimmung schwanken lassen. Allerdings gab es auch einen konkreten Anlass. Ich habe das erste mal seit Längerem mal wieder bei Libase vorbeigeschaut. Ich hatte mir vorgenommen etwas Pause dort zu machen, weil ich gemerkt habe, dass mich die ständige Beschäftigung mit Unverträglichkeiten und Gesundheit regelrecht auffrisst. Jedenfalls bin ich prompt in einen Thread „geraten“, bei dem es um die Frage HPU und Sport ging. Dort haben HPU Betroffene berichtet, dass sie trotz der Behandlung der Nährstoffdefizite, die durch die HPU entstehen, kaum Sport – insbesondere keinen Ausdauersport – machen können. Nun denke ich wieder, ich werde nie wieder auf dem Rennrad sitzen und bin sehr traurig,