Hier bin ich wieder!

Huch, schon ganz schön lange her seit dem letzten Post. Ich hatte auf der Arbeit eine dreitägige Veranstaltung, für die ich die Hauptverantwortliche war und es gab viel zu tun. Heute war der letzte Tag und ich bin sehr, sehr kaputt. Aber das ist ja nichts Neues. Allerdings hatte ich vorher mal zwei, drei Tage am Stück, an denen ich mich eigentlich ganz OK gefühlt habe. Das kommt selten vor. Mal schauen, ob es sich jetzt, wo der Stress etwas weniger ist, wieder einstellt? Aber ich wage kaum dran zu glauben.

So – Bestandsaufnahme!

Ich nehme seit etwas über drei Wochen L-Thyroxin (unterdessen nehme ich es doch morgens). An der Erschöpfung tut sich (mit der Ausnahme, die ich oben beschrieben habe) nichts. Ich habe aber den Eindruck, als würde ich etwas besser schlafen. Die Träume sind weniger plastisch und vor allem wache ich nicht mehr ganz so früh auf, sondern kann tatsächlich auch mal bis zum Weckerklingeln schlafen. Das ist neu.

Das Probiotikum, das mir die Orthomolekularärztin empfohlen hat, nehme ich nun auch schon eine Weile – anfangs haben die Baktis ein wenig in meinem Darm rumort, das hat sich aber gegeben. Meine Verdauung läuft immer noch recht träge, ist aber ganz OK. Das L-Glutamin für das Leaky Gut nehme ich auch weiterhin und konnte die Dosis ohne Nebenwirkungen erhöhen.

Außerdem gab es Post vom deutschen Zoll. Ich hatte ja Adrenal Cortex bestellt, weil ich schauen wollte, ob es an meiner Erschöpfung etwas dreht. Der Zoll hatte Bedenken und hat es an ein Labor geschickt. Vorgestern bekam ich es – originalverpackt – zugeschickt. Getreu dem Motto „Augen zu und durch“ habe ich nun morgens je eine Kapsel genommen. Noch merke ich nichts , aber ich wollte es mal eine Woche nehmen und dann schauen.

Bei der HPU-Medikation bin ich weiterhin bei einer niedrigen Dosis – ich nehme 15 mg Zink, 5 mg Mangan und unterdessen 2 Messerspitzen von dem P5P. Letzte Nacht habe ich schlecht geschlafen, was mich direkt an das P5P denken ließ, aber es kann auch die „Aufregung“ auf der Arbeit gewesen sein.

Zwischendurch hat sich leider meine HI ganz schön zu Wort gemeldet – das wundert mich aber bei dem erhöhten Stresspegel der letzten zwei Wochen nicht wirklich. Am letzten Sonntagabend hat es mich so richtig erwischt und ich dachte, ich bekomme einen grippalen Infekt oder eine Erkältung. Mit einem Antihistaminikum sind die meisten Beschwerden dann wieder verschwunden (und meine Nase ist – gefühlt das erste Mal seit Wochen – wieder frei gewesen). Was nun der Übeltäter war…ich bin mir nicht ganz sicher. Wir haben am Vorabend das erste Mal wieder Falafel getestet. Selbst gemacht mit getrockneten, eingeweichten Kichererbsen. Es war unglaublich lecker und ich habe eine Riesenportion gegessen. Ich habe darauf nicht reagiert, aber es ist möglich, dass das am nächsten Abend eine verzögerte Reaktion war. Das muss ich dann wohl oder übel noch mal testen. Ist nicht so schlimm…ich liebe Falafel :). Ein anderer potenzieller Übeltäter ist eine einzelne Paranuss, die ich am Sonntag gegessen habe. Sie war mir von vornherein nicht ganz geheuer aus verschiedenen Gründen…

Naja und dann habe ich im Rahmen der Veranstaltung diese Woche zwei Mal auswärts gegessen – zwar sehr vorsichtig, aber ich habe trotzdem zur Sicherheit ein Antihistaminikum genommen.

Jetzt freue ich mich auf ein Wochenende, an dem ich nichts machen muss – Ausruhen nach der anstrengenden Woche ist angesagt!

E1-Tag 4

Heute habe ich die letzte E1-Desensibilisierung hinter mich gebracht. Hurra! Das waren verdammt lange 4 Tage. Ich nehme jetzt einfach mal an, dass es an der Desensibilisierung lag, aber meine Energie war so niedrig, wie lange nicht mehr. Ich war kaum zu etwas zu gebrauchen. Ich habe allerdings mehr und mehr den Verdacht, dass es gerade auch am frühen Aufwachen während der Desensibilisierung liegt. Gestern wollte ich um 9 zu meinem Schwimmkurs (ihr wisst schon…Kraulen lernen), also musste ich um 5 anfangen. Mit den Impulsen war ich um 6 durch und habe dann noch 2 Stunden gedöst, bevor um 8 der Wecker ging. Das Schwimmen hat mich unglaublich angestrengt, danach musste ich mich erst mal 1,5 Stunden ins Bett legen. Erst gegen Abend bin ich etwas fitter geworden.

Da wir eingeladen waren, haben wir erst recht spät gegessen. Und weil ich meinen Mann heute (an seinem Geburtstag) nicht so früh aus dem Bett werfen wollte, hab ich erst kurz nach 8 angefangen. Mein Energielevel war heute direkt mit dem Aufwachen deutlich höher, als die letzten Tage. Ja, ja, es deutet alles auf die Nebenniere hin. Wie auch immer, fühle ich mich recht ausgeschlafen heute und die letzten drei Impulse habe ich gut über die Bühne bekommen.

Jetzt muss ich die kommende Woche wohl mal Bestandsaufnahme machen. Ich vermute, dass ich an die Fruchtzuckerkurve noch mal ran muss. Seit der Milchdesensibilisierung habe ich nicht nur das Problem mit dem Unterzuckern (das hat sich jetzt ein bisschen abgeschwächt, aber ich hatte halt auch frei, d.h. mein Tagesablauf war ein ganz anderer), leider steht meine Verdauung auch ziemlich still. Das könnte natürlich auch mit der Milch zu tun haben, aber ich tippe irgendwie aus dem Bauch raus auf den Fruchtzucker, weil ich nach der FZ-Desensibilisierung schon das Gefühl hatte, die Verdauung ist träger geworden. Da fand ich es noch nicht so störend, aber im Nachhinein betrachtet beschäftigt mich dieses Thema seitdem. Aus der Logik der Impuls-Therapie heraus würde ich mal spekulieren, dass es etwas damit zu tun hat, dass mein Typ abgesenkt wurde – von hoch auf normal. Eigentlich finde ich das alles ja sehr spannend, aber im Moment bin ich nicht so wirklich zufrieden und hätte gerne weniger Blutzuckerkarussel und (gefühlt) kantige Wackersteine im Darm. Sorry, tmi, aber es ist nun mal immer noch ein Blog über NMU ;).

Ich werde nächste Woche mal mit dem iffi telefonieren und hören, was die zu sagen haben.

Was gibt es sonst noch? Ich habe vor ein paar Tagen angefangen, das L-Thyroxin einzuschleichen. Ich habe mit einer halben Tablette (25 Mikrogramm) angefangen. Bis jetzt habe ich sie wegen der Desensibilisierungen morgens genommen, ich werde ab jetzt aber auf Abends umsteigen. Es gibt Studien, die zeigen, dass eine Einnahme abends (frühestens 2 Stunden nach dem Abendessen) eine ebenso gute Wirkung hat, wie die Einnahme morgens auf nüchternen Magen. Bis jetzt merke ich noch gar nichts – weder eine Besserung noch Symptome einer Überfunktion. Aber OK – die Dosierung ist so gering und ich nehme sie halt auch erst ein paar Tage, da kann sich wahrscheinlich noch nichts tun.

Was mich weiter beschäftigt, ist das Vitamin B. Nachdem ich den B-Komplex vor ein paar Tagen noch mal genommen hatte (nur eine Drittel Kapsel) hatte ich prompt wieder eine schlaflose Nacht. Das hat absolut keinen Sinn. Was ich jetzt noch mal probieren werde ist ganz normales (also nicht aktiviertes) B6 von Hevert. Mal schauen, was damit passiert. Mich ärgert ein bisschen, dass sich keac nicht auf meine Mail gemeldet hat. Sie hätten mir wenigstens schreiben können, dass sie mir meine Frage so nicht beantworten können und dass ich mich telefonisch melden soll oder so.

Heute Abend steht dann mal wieder ein Wagnis an. Ich lade meinen Mann zum Essen ein. Es wird ein besseres Restaurant, d.h. ich erwarte grundsätzlich frische Speisen ohne Zusätze und Convenience Food. Aber spannend wird es trotzdem… Ich werde vorher eine Portion Vitamin C einwerfen und zur Not hinterher ein Antihistaminikum. Aber prinzipiell müsste ich dort etwas Verträgliches finden. Ich werde versuchen, keine Experimente zu machen.

 

Milch

Heute habe ich im Institut Milch getestet – die Kurve war, wie ich schon vermutet hatte, nicht ganz in Ordnung. Es läuft wahrscheinlich wieder auf 5-6 Tage desensibilisieren hinaus. Seufz…

Morgen wird dann der Eiweißbaustein getestet. Ich bin gespannt. Ansonsten war Frau Dr. sehr zufrieden mit mir und meinen Ergebnissen ;). Nur zu der Erschöpfung hatte sie nicht so viel zu sagen, außer, dass sie denkt, dass diese mit der weiteren Therapie zurückgehen sollte und dass die Desensibilisierungen natürlich eine Belastung für den Körper sind und man sich eben davon auch erholen muss.

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Apropos Erschöpfung – mit der habe ich heute doch wieder sehr gekämpft. Nicht, dass mich das wundert. Erstmal habe ich gestern zu spät gegessen, war schon sehr sehr unterzuckert. Dann habe ich schlecht geschlafen, weil die Straße doch sehr laut ist, auf die mein Hotelzimmer schaut und den Aufzug des Hotels höre ich auch. Naja, dann das frühe Aufstehen und die lange Nüchternphase. Hab mich nach dem Test erst noch mal eine Stunde aufs Ohr gehauen und bin dann ein wenig durchs Schanzenviertel und das Karoviertel geschlendert. Geld ausgegeben habe ich natürlich auch *schäm*. Im Karoviertel gab es lecker Milchkaffee mit Sonnenschein – danach war die Erschöpfung ein wenig besser, was mich doch wieder an meine Nebennieren denken lässt. Auf die wirkt Koffein stimulierend, aber man soll es aus dem Grund eigentlich meiden, weil man sie halt durch die Anregung weiter erschöpft. Andererseits ist Koffein ja auch gesund und mein Kompromiss heißt 1 Kaffee am Tag, nicht mehr.

Dann bin ich blöderweise so lange auf der Suche nach etwas Essbarem durch die Gegend gelaufen, dass ich schon wieder ziemlich unterzuckert war. Ich hatte zwar etwas dabei, aber das war eher ein Snack und der hätte mich sicher nicht über den Nachmittag gebracht. Gegessen habe ich letztendlich Falafel – ich bin mal gespannt. Wenn meine Stimmung heute Abend/morgen früh wieder in den Keller geht, dann bin ich langsam wirklich überzeugt, dass das meine Reaktion auf Hülsenfrüchte ist.

Die Pizza gestern ist mir so mäßig bekommen. So richtig wohl war mir heute morgen nicht im Magen und ich hatte vor allem ziemliche Schmerzen da wo früher mein Blinddarm saß. Meinen „neuen“ Juckreiz rechts unten am Bauch hatte ich auch, so ganz super war das gestern also nicht. Kann aber natürlich auch am Hefeteig gelegen haben.

Un jour dans la vie…

Auch wenn es nicht so wahnsinnig viel zu berichten gibt, melde ich mich mal wieder. Zumal wir endlich Internet haben ;).

Die Erschöpfung beträgt nach wie vor 100%. Der Tagesrhythmus, dem sie unterliegt, ist immer der gleiche: morgens bis mittags bin ich zu nichts zu gebrauchen. Selbst Sitzen ist manchmal zu viel. Mittags bekomme ich dann ein kleines „Hoch“, wo es mir etwas besser geht. Dann wieder ein Loch und abends werde ich noch mal etwas fitter (also, von fit kann natürlich keine Rede sein, aber ich fühle mich nicht mehr ganz so durch die Mangel gedreht, wie morgens). Das Ganze passt doch sehr zu dem typischen Profil bei einer Nebennierenschwäche. Mit dem Thema muss ich mich wohl doch noch mal etwas mehr auseinandersetzen. Ich hatte das, da meine Ergebnisse vom Cortisoltest ja nicht so gut zu deuten waren, ein wenig hintenan gestellt. Wobei ich bei der Nahrungsergänzung (B-Komplex, Vitamin C, Phosphatidylserine) und nun eben seit kurzem auch bei der Ernährung (weniger Kohlenhydrate, mehr Proteine) mich schon entsprechend den Empfehlungen verhalte. Was noch hilfreich sein könnte ist B5 (Pantothensäure; s. z.B. http://www.adrenal-fatigue.de). Das habe ich mir gestern bestellt, ist dann vielleicht schon da, wenn wir wieder zu Hause sind.

Ein weiteres Thema, um das ich da sehr herumschleiche, sind Nebennierenextrakte. Die werden z.B. von Dr. Wilson – dem amerikanischen Adrenal fatigue „Papst“ – empfohlen. Es handelt sich aber um Gewebe, dass aus der Nebenniere von Kälbern gewonnen wird. Das ist für mich auf ganz vielen Ebenen ein echter Alptraum (so als Pescetarier und Fleischphobiker). Außerdem habe ich davor echt Respekt, weil zwar keine (oder nur wenige) Hormone enthalten sind, aber das Ganze ja letztlich schon auf den Hormonhaushalt wirkt. Die Extrakte sollen die Stoffe enthalten, die die Nebennieren brauchen, um Cortisol zu produzieren. Und es gibt natürlich auch kritische Stimmen dazu. Auf dieser deutschen Seite heißt es z.B.:

Je stärker die Nebennierenschwäche vorangeschritten ist, desto eher besteht die Gefahr eines Therapierückschlages durch solche Präparate, die stimulierende Wirkanteile aufweisen. Deshalb sollte die Behandlung mit Nebennierenextrakten, Ginseng, Ashwagandha, Withania somnifera, Süßholzwurzel, Ingwer, Maca leichten Krankeitsstadien vorbehalten bleiben, bei leichten Krankheitsbildern stellen sie deshalb eine sinnvolle Therapieoption dar. Auch Vitamin B5 und B12 bewirken, dass der Stoffwechsel der Nebennieren kräftig angehoben wird. Ohne eine Begleitung durch Spurenelemente und Antioxidantien besteht auch hier die Möglichkeit eines Therapierückschlages. (http://www.dr-neidert.de/index.php?option=com_content&view=article&id=98)

D.h. es könnte auch sein, dass ich mir mit dem B12 gerade langfristig weitere Kraft raube. Allerdings habe ich von dem „Anheben“ oder der stimulierenden Wirkung nichts gemerkt. Wie dem auch sei. Ich bin nun doch über meinen Schatten gesprungen und habe „Adrenal cortex extracts“ bestellt. Wenn ich mich traue, es zu nehmen, müsste ich relativ schnell merken, ob ich darauf anspreche. Falls nein, kann das z.B. heißen, dass die Nebenniere nicht mein (größtes) Problem ist. Wäre ja auch mal eine Erkenntnis.

Ich bin außerdem beim letzten Libase-Besuch noch mal auf etwas aufmerksam geworden, das ich eigentlich schon wußte (klassischer Fall von passivem Wissen ;)): bei der HPU-Medikation soll man laut Dr. Kamsteeg (http://www.keac.de) merken, dass die richtige Dosierung des aktivierten B6 (P5P) erreicht ist, wenn die Traumerinnerung zurück kommt oder – bei nicht passender Dosierung – ggf. zu stark wird. Bei der HPU kann ein Symptom eine fehlende Traumerinnerung sein. Ich muss sagen, dass ich damit leider nie „gesegnet“ war – ich erinnere mich schon immer recht gut an meine Träume und finde das gar nicht immer spassig. Aber in den letzten Monaten ist es ja bei mir mit dem Schlafen richtig schlimm – ich schlafe von ca. 22:00 bis 00:30 relativ traumlos und danach wache ich ständig auf und träume sehr intensiv und wirr. Meine Augenlider fühlen sich in der Phase sehr geschwollen an. Dann kommt gegen 5 ein Punkt, wo ich mich eigentlich wach fühle und aufstehen könnte. Ab 6 oder 7 Uhr geht es dann wieder „bergab“ und ich werde immer müder und müder, komme dann kaum aus dem Bett. Wenn ich tatsächlich während der frühen „Fit-Phase“ aufstehe, geht es leider genauso rapide wieder bergab, das bringt also nix. An meine Träume kann ich mich sehr gut erinnern. Langer Rede kurzer Sinn, ich bin nun gestern drauf gekommen, dass die überklare Traumerinnerung ja vielleicht etwas mit meiner HPU-Nahrungsergänzung zu tun haben kann. Ich habe gestern und heute nun mein Depyrrol mal nicht genommen, um zu schauen, was passiert. Die letzte Nacht habe ich tatsächlich ein kleines bisschen besser geschlafen, aber das kann auch Zufall gewesen sein. Aber wenn sich das bestätigt, muss ich noch mal von vorne anfangen bei der Einstellung der Dosierungen.

Dafür gibt es beim Thema Essen Erfreuliches zu berichten (wenn ich mich nur auch drüber freuen könnte, das wäre schon ein Riesenschritt!).  Ich habe ja schon seit längerem den Eindruck, dass meine Toleranzgrenze in Sachen Histamin steigt. Gestern habe ich dann den „Ernstfall“ geprobt: wir haben einen Ausflug in die nächstgrößere Stadt gemacht (genaugenommen, um den neuen Router für die Ferienwohnung abzuholen ;)) und sind dort mittags Essen gewesen. Die am wenigsten furchteinflößende Mahlzeit hier sind für mich eigentlich Galettes. Das sind herzhafte Crépes aus Buchweizenmehl, die aus der Bretagne stammen. Buchweizen habe ich zwar mal nicht vertragen, aber ich denke, dass das Mehl dort mit Weizenmehl gemischt ist, da Buchweizen alleine ja keinen Kleber hat und die Galettes nicht zusammenhalten würden. Gestern habe ich dann ein Galette vegetarienne bestellt – u.a. mit grünen Bohnen, Champignons und Palmherzen (über die weiß ich in Bezug auf den Histamingehalt nichts, aber die gibt es in der Regel ja nur aus der Dose und nicht frisch). Dazu gab es einen Salat mit einer Honig-Senf-Sauce. An die habe ich mich wirklich nicht dran getraut und habe nur zwei, drei Anstandsbissen gegessen. Die Galette habe ich aber komplett verspeist. Ich hatte später ein ganz klein wenig Ohrenschmerzen, aber die habe ich mit einer Portion Vitamin C wegbekommen. Als ich anfing zu essen dachte ich, die Antihistaminika wären vorprogrammiert. Auch meinen einen Kaffee am Tag vertrage ich nun wieder gut. Ein Stück Käse hin und wieder geht ebenso und auch ein klitzekleines(!) Schlückchen Wein traue ich mich auch dann und wann.

Allerdings merke ich auch, dass die Ernährungsumstellung meinem Darm ein bisschen zu schaffen macht. Die Stuhlfarbe (sorry, too much information) hat sich wieder mehr in Richtung ocker verschoben. Aber es kann sein, dass sich die Darmbakterien erst auf die andere Nahrungszusammensetzung einstellen müssen, insofern lasse ich mich dadurch erst mal nicht beirren. Ich habe jedenfalls nach wie vor keine Durchfälle oder Blähungen und ich habe wirklich das Gefühl, dass ich länger satt bleibe bzw. dass ich nicht so schnell so extrem unterzuckere, wie mit der stark getreidebasierten Ernährung.

So, ganz schön viel Text für „nicht viel zu berichten“. Mal schauen, wie die zweite Nacht ohne P5P wird. Bonne soirée!

Bestandsaufnahme

Es ist ein verregneter Sonntag und ich dachte, ich mache mal eine Bestandsaufnahme und überlege, wie es weitergehen soll.

Der Punkt, an dem es mir es mir dieses Jahr mit am schlechtesten ging war der Januar, als ich noch nichts von meiner Histaminintoleranz wußte und mich mit histaminhaltigem Essen mehrfach so richtig „abgeschossen“ habe. Heute geht es mir auch schlecht, aber ganz anders.

Seit ich um Karneval herum mit der histaminarmen Ernährung begonnen habe, haben sich im Magen-Darm-Bereich viele meiner Symptome, die ich hier im Blog aufgeführt habe, deutlich gebessert. Das war ein Prozess, der sich über 4-5 Monate hingezogen hat, ist also nicht von jetzt auf gleich passiert. So sieht meine Beschwerdeliste im Moment aus. Die durchgestrichenen Symptome habe ich auch noch, aber wirklich nur noch selten – mehrmals im Monat vielleicht. Vorher täglich oder mehrmals wöchentlich:

  • Magen-Darm: Blähungen, breiiger Stuhl, unverdaute Essensreste im Stuhl, laute Darmgeräusche, Durchfall, Übelkeit, paradoxer Stuhl, Luft im Oberbauch, Krämpfe Unterleib/Darm (zyklusbedingt).
  • Herz-Kreislauf: Herzklopfen, erhöhter Puls (insb. unter Belastung), Engegefühl in der Brust, Schwindel, Herzstolpern, Kopfschmerzen (v.a. zyklusbedingt).
  • Hals, Nase, Ohren: Halsschmerzen, Ohrenschmerzen links, Reizhusten, geschwollene Nasenschleimhäute, verschleimter Hals, Fließschnupfen.
  • Haut: Juckreiz, rote Flecken (v.a. nach dem Duschen), Ausschlag (v.a. Leisten, Rücken), wunde Stellen im Mund, belegte Zunge.
  • Gefäße: starkes Frieren, blaue Fingernägel, geschwollene Finger, Raynaud’sches Syndrom, Flush, geschwollene Augen (morgens).
  • Sonstiges: Engegefühl im Hals, Schluckbeschwerden, Nachtschweiß, Unruhiger/nicht erholsamer Schlaf, Abgeschlagenheit, massive Erschöpfung, Stimmungsschwankungen, brennende Augen, plötzliche bleierne Müdigkeit, PMS, Empfindlichkeit gegenüber Düften, Parfümstoffen, starke Regelbeschwerden.

Die zyklusbedingten Beschwerden sind abgeschwächt, weil ich unterdessen keine „Pillenpause“ mehr mache.

Die Veträglichkeit von Lebensmitteln ist wieder gestiegen – teilweise konnte ich das schon vor der Impuls-Therapie beobachten, aber insbesondere die Verträglichkeit von Obst und Zucker ist erst seit den entsprechenden Desensibilisierungen wieder gegeben. Gleichzeitig habe ich den Eindruck seit den Desensibilisierungen Kuhmilchprodukte wieder besser zu vertragen.

Neben dem Obst konnte ich auch einige Gemüsesorten wieder in meinen Speiseplan aufnehmen, die ich zuvor schon sehr lange gemieden hatte – insbesondere Zwiebeln, Zucchini und Kürbis. Auch bei den Gewürzen bin ich wieder mutiger geworden. Ob das jetzt ein Erfolg der Impuls-Therapie oder der langen Karenz ist, vermag ich nicht zu beurteilen – ist mir aber auch egal. Letztlich habe ich durch die Erfolge beim Obst den Mut gefunden, diese Sachen auch mal wieder zu testen. Ich traue mich ab und zu sogar ein paar Oliven (ohne Essig, nur mit Kräutern) aus dem Bioladen und auch mal ein Sojawürstchen zu essen. Soja ist wegen der Histaminintoleranz nicht günstig und ich merke am nächsten Tag, wenn ich zuviel hatte, aber ab und zu ist sogar das unterdessen drin.

Was ich in der nächsten Zeit testen möchte sind vor allem Mandeln (habe ich gestern das erste Mal gegessen und vertragen) und Kichererbsen – laut dem Interview mit Dr. Joneja auf http://thelowhistaminechef.com können diese durchaus verträglich sein, während rote Hülsenfrüchte eher unverträglich sind.

Man sieht, das meine Ernährung doch wieder um einiges abwechslungsreicher geworden ist und insgesamt sind Magen und Darm recht ruhig. Das sind die Erfolge.

Was schlimmer wurde

Leider – man sieht es auch an den verbliebenen Symptomen – haben sich meine Probleme in einen Bereich verlagert, unter dem ich letztlich gerade mehr leide, als unter den Einschränkungen beim Essen. Ich hab ja in den letzten Posts schon genug darüber geschrieben und gejammert – es geht um die extreme Erschöpfung, unter der ich leide. Wenn ich so zurückdenke, ist diese seit Mai ständig schlimmer geworden.

Anfang Mai waren wir noch auf einer mehrtägigen organisierten Rennradtour. Ich habe eigentlich die ganzen Monate davor dafür gekämpft, dort mitfahren zu können. Ich habe dabei die Grenzen, die mir mein Körper gesetzt hat glaube ich ziemlich vehement überschritten und die Warnsignale, die er mir gegeben hat ignoriert oder mit Antihistaminika überdeckt. Seitdem diese Tour vorbei ist geht es mir eigentlich ständig schlechter. Ich musste nach und nach alle sportlichen Aktivitäten einstellen. Zunächst das Rennradfahren, dann das Schwimmen, das ich als Ausgleich begonnen hatte. Ein Versuch mit leichtem Muskeltraining im Fitnessstudio ist grandios gescheitert. Mein Körper reagiert auf die geringste Beanspruchung mit tagelangen Erschöpfungszuständen. Ich weiß oft nicht, wie ich morgens aus dem Bett und durch den Tag kommen soll. Gleichzeitig leide ich so darunter, nicht aktiv sein zu können. Vom Kopf her will ich (und zwar am besten direkt durch die Wand), aber der Körper schreit einfach nur „Nein“ (naja…er pfeift eher auf dem letzten Loch und röchelt ein heiseres „Bitte nicht“).

Wo vorher meine Einschränkungen beim Essen mein Leben bestimmt haben, ist es jetzt die Erschöpfung. Alles richtet sich danach und ich hab das Gefühl, dass mein Leben gerade völlig kaputt ist. Es ist fast nichts mehr von dem übrig, was ich früher genossen habe.

Wie geht es weiter?

Es gibt noch ein paar Optionen, die ich bis jetzt noch nicht verfolgt habe. Anderes habe ich angefangen und werde es weiter verfolgen. Dazu gehören:

  • die Homöopathie. Auch wenn es wirklich schwierig zu sein scheint, „mein“ Mittel zu finden, habe ich diese Option noch nicht aufgegeben. Der Homöopath auch nicht, zum Glück.
  • die Impuls-Therapie. Auch wenn sich die Erschöpfung nach der Weizendesensibilisierung nicht, wie erhofft und von Frau Dr. W. in Aussicht gestellt, gebessert hat, möchte ich wegen der Erfolge beim Obst auf jeden Fall noch einen Anlauf wagen – ich würde gerne Milch und eventuell den Eiweissbaustein, der dort getestet wird, in Angriff nehmen.

Was sonst noch?

  • Endokrinologie – Termin im November.
  • Etwas schwieriger und aufwändiger wird das Thema Büro-Chemie am Arbeitsplatz. Meine Probleme haben damit so richtig begonnen, dass ich meinen Arbeitsplatz gewechselt habe. Eine Möglichkeit ist, dass an meinem Arbeitsplatz etwas ausdünstet, das mich belastet. Es gibt mindestens eine Kollegin, die ebenfalls Probleme hat (ich vermute MCS) und zu Hause arbeitet. Es ist allerdings schwierig, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Sie ist telefonisch nicht erreichbar und auf meine E-Mail hat sie nicht geantwortet. Von einer Nutzerin bei Libase habe ich hilfreiche Hinweise zu dem Thema bekommen. Ich muss nur meine Kraft zusammennehmen und endlich etwas in die Wege leiten (z.B. eine Blutuntersuchung). Es wäre so viel einfacher, wenn ich kompetente ärztliche Unterstützung hätte.
    Von einer anderen Kollegin habe ich jedenfalls gehört, dass es Probleme mit dem Teppich gab/gibt, der sehr gestunken hat, als er verlegt wurde. Die Büros riechen immer noch – fast ein Jahr später – ziemlich unangenehm, wenn sie nicht gelüftet sind. Nicht unbedingt nach Chemie oder Lösungsmitteln, sondern muffig – aber ein gutes Raumklima herrscht auf jeden Fall nicht.
  • Ebenfalls nicht ganz einfach ist das Thema Borreliose. Eine Bekannte (die selbst Leistungssportlerin war) hat mir einen Arzt empfohlen, der auf Borreliose spezialisiert ist. Leider habe ich im Internet gesehen, dass die Praxis offenbar keine Borreliose-Patienten mehr aufnimmt. Ich habe mich nicht getraut, anzurufen, aus Angst, abgewimmelt zu werden. Ich fühle mich da immer so unendlich hilflos und so eine Absage zieht mich momentan immer so runter, dass ich erst mal wieder nur heule. Ich habe dem Arzt nun direkt eine E-Mail geschrieben, aber noch keine Antwort erhalten.
  • Spezialklinik. Im Sauerland gibt es eine Klinik, die sich auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien spezialisiert hat. Wenn es mir bis November nicht deutlich besser geht, werde ich versuchen, mich dort von meiner Hausärztin einweisen zu lassen. Auch wenn ich den Eindruck habe, dass Nahrungsmittelunverträglichkeiten gerade nicht mein größtes Problem sind, kann es schon sein, dass meine Erschöpfung von einer unerkannten Unverträglichkeit kommt.

Man sieht, dass ich sicher noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe. Aber es geht alles so quälend langsam und kostet so viel Kraft, das alles alleine anzugehen und zu organisieren. Und gerade Kraft ist das, was mir gerade so fehlt.

 

Ich trete auf der Stelle…

Mal wieder ein kurzes Update, wobei es nicht viel zu berichten gibt. Die Hoffnung, dass sich durch die Weizen-Desensibilisierung etwas Grundsätzliches ändert, hat sich leider bislang nicht bestätigt. OK, ich weiß, ich bin wahrscheinlich auch zu ungeduldig, aber ich fühle mich leider genauso, wie vorher. Die Zucker- und Fruchtzuckerdesensibilisierungen haben natürlich merklich etwas gebracht und ich kann tatsächlich mehr essen, ohne die entsprechenden Unverträglichkeitsreaktionen zu bekommen. Allerdings merke ich die Histaminintoleranz noch ganz deutlich und bekomme auch schnell die Quittung für entsprechende „Sünden“. Ich merke , dass Zucker/Fruchtzucker und Histamin zwei paar Schuhe sind – die Zuckerreaktionen bleiben aus, aber die Histaminreaktionen sind noch da. Das ist aus der Ferne betrachtet bestimmt interessant, für mich ist es gerade deprimierend, zumal ich mir nach wie vor aus Obst nicht allzuviel mache. Auch wenn ich als Zweckpessimistin natürlich immer versucht habe, mir nicht allzugroße Hoffnungen zu machen, habe ich ja schon insgeheim darauf gehofft, dass sich schnell etwas ändert. Es wird aber auf jeden Fall weitere Desensibilisierungen geben. Ich bin weiterhin sicher, dass ich keine Milch vertrage (obwohl ich komischerweise auf Mozzarella nicht unmittelbar reagiere – auf Milch hingegen schon).

Meine Stimmung ist seit zwei Tagen ziemlich bescheiden. Ich habe ein wenig das homöopathische Mittel im Verdacht, dass ich gerade „testweise“ nehme. Ich hatte nichts mehr genommen oder ausprobiert, während die Desensibilisierungen liefen und habe nun in Absprache mit dem Homöopathen noch einmal ein neues Mittel (bzw. eine Kombination) ausprobiert. Da bin ich nun mittendrin. Ich habe das erste Mittel vorgestern Abend genommen und jetzt zwei Nächte noch schlechter, als sonst geschlafen, weil ich „Stressträume“ hatte. Das ist lange nicht mehr vorgekommen und es wundert mich, dass ich sie jetzt zwei Nächte hintereinander hatte. Ich vermute daher, eine Reaktion auf das Mittel, aber es kann natürlich auch einen anderen Grund haben. Jetzt soll ich für zwei Wochen jeden Morgen Globuli des anderen Mittels nehmen.

In Sachen Essen hat sich für mich noch mal bestätigt, dass ich mit Obst am Vormittag überhaupt nicht klar komme. Ich hatte es vorgestern noch mal mit ein paar Aprikosen als zweite Mahlzeit des Tages probiert (das war gegen 10 oder 11) und bin danach wieder unglaublich müde geworden. Vom Magen/Darm her war aber – anders als bei meinem allerersten Versuch – alles ruhig. Das mit der Müdigkeit kann ein Hinweis darauf sein, dass die Verträglichkeit noch nicht 100% ist und ich nachdesensibilisieren muss (dazu werde ich am Wochenende mal den von Frau Dr. aufgetragenen Test machen). Die andere Erklärung wäre, dass ich das Obst aufgrund meiner (vermutlich) geschwächten Nebennieren gerade vormittags nicht gut vertrage. Das steht z.B. im Buch von Dr. Wilson („Grundlos erschöpft“ heißt es auf Deutsch). Wilson ist der adrenal fatigue (Nebennierenschwäche)-Papst aus den USA. Ein Grund für die schlechtere Verträglichkeit von Obst am Morgen kann der Kaliumgehalt sein (bei einer adrenal fatigue kann, soweit ich weiß, der Natrium-Kalium Haushalt durcheinander sein), der dann zu Erschöpfung und Müdigkeit führt. Obst also demnächst erstmal nur noch nachmittags.

Wegen meiner Cortisolwerte habe ich übrigens dem Team von Dr. Wilson auf gut Glück mal eine E-Mail geschrieben. Ich glaube zwar nicht, dass sie die Werte für mich deuten, aber Versuch macht (vielleicht) klug.

Fruktose Tag #2

Desensibilisierungstechnisch habe ich den Tag heute ohne Pannen über die Bühne gebracht, hurra! Die etwas stärkeren Symptome im Magen-Darm-Bereich, die ich gestern hatte, sind verschwunden und das Herzklopfen ist etwas weniger, die Konzentration wieder etwas besser geworden. Die Essenspausen von 2 Stunden habe ich locker geschafft.

Ansonsten geht es mir aber eher „durchwachsen“: seit gestern fühle ich mich irgendwie aufgedunsen, als hätte ich mehr Wasser eingelagert. Meine Stimmung tendiert um den Nullpunkt herum (aka: ich breche grundlos in Tränen aus) und die Erschöpfung hat wieder ordentlich zugeschlagen. Dazu hat mein Salzhunger heute schlagartig wieder zugenommen. Ich kenne alle diese Symptome. Ob das wirklich mit der Fruktose zu tun hat? Ein anderer möglicher Übeltäter heute waren Cashewkerne, die ich etwas übermütig getestet habe. Sie haben keinen Durchfall gemacht, wie zuletzt, aber ich habe nachmittags leichte Halsschmerzen bekommen und auch das Herzklopfen ist wieder stärker geworden. OK – also weiterhin keine Cashews. Wäre ja auch zu schön gewesen, mal wieder etwas Nussähnliches essen zu können.

Ansonsten rätsele ich weiter über die Ergebnisse meines Cortisol-Tagesprofils. Ich bin ja so gerade noch im Normbereich (nur bei der zweiten Messung lag ich im guten Mittelfeld), das Labor konnte mir aber leider nicht sagen, wie sich der Normbereich unter hormoneller Verhütung verändert. Dafür liegen keine Referenzwerte vor und ich solle mich an Frauenärztin oder Endokrinologen wenden. Wenn ich einen Arzt hätte, der das Thema Nebennierenschwäche (adrenal fatigue) ernst nimmt, würde ich dann den Test aus eigener Tasche bezahlen? >_<

So, hoffe ich mal, dass die Stimmung sich morgen wieder bessert…