Breathing water

Ganz schön schwer manchmal, den Kopf über Wasser zu halten.

Ich habe (subjektiv) ordentlich was hinter mir, dabei war es (objektiv betrachtet) eigentlich nur Alltag. Ich hatte eine echt gute Phase so bis Ende März. Ich konnte relativ viel Sport machen (Schwimmen, mit dem Rad zur Arbeit) und hatte verhältnismäßig viel Energie. Die Nachwirkungen des 5-HTP waren noch spürbar, aber es wurde besser. Dann kam aber eine sehr stressige Phase auf der Arbeit, die sich über zwei Wochen zog. Da kam dann eins zum andern – ich habe unregelmäßig gegessen und wenig geschlafen (zu überdreht), usw. Nach Woche 1 konnte ich mich übers Wochenende noch ganz gut erholen, aber Woche 2 hat mich dann geschafft. Am Freitag konnte ich mich kaum noch auf den Beinen halten (letztere waren so schwer und taten so weh, wie schon lange nicht mehr).

Das ist jetzt gut zwei Wochen her und es geht mir erst langsam wieder besser. Der körperliche Rückschlag hat mir natürlich auch seelisch zugesetzt und ich hab daran ganz schön zu beißen gehabt – das war zum einen Frustration über die Situation, aber auch unglaubliche Angst, dass ich aus dem Loch nicht wieder rauskomme, dass die Verbesserung vorher nur eine kurze Phase war. Daraus gelernt habe ich, welche große Rolle Stress dabei spielt, wie es mir körperlich geht. Dass sich Stress negativ auswirkt (Histamin geht hoch, Verträglichkeit von Lebensmitteln geht runter, Schlaf wird schlechter, was dann wieder mehr Stress verursacht) war mir schon klar. Aber dass die schmerzenden, unglaublich schweren Beine plötzlich auch wieder kommen, damit hab ich nicht gerechnet (und entsprechend hat mich das voll auf dem falschen Fuß erwischt).

Das Erlebnis hat mich u.a. dazu bewegt, wieder regelmäßig zu meditieren, in der Hoffnung, dass ich damit in zukünftigen stressigen Situationen etwas besser schaffe zur Ruhe zu kommen. Aber das allein wird wohl nicht des Rätsels Lösung sein. Ich denke, da werde ich noch viel an mir und meinen Einstellungen arbeiten müssen.

Nahrungsergänzung und Meds
Da ist alles wie gehabt, allerdings habe ich doch noch mal begonnen, ein Probiotikum zu nehmen. Beim L-Glutamin bin ich bei ca. 24g am Tag. Ich habe das Gefühl, dass es mir gut tut. Beim L-Thyroxin bin ich bei einer recht krummen Zahl angekommen (103 und ein paar Zerquetschte). Ich habe das Gefühl, ich könnte noch weiter hoch gehen, werde mir aber jetzt erst mal einen Termin beim Nuklearmediziner geben lassen und dann Werte machen lassen. Eisen nehme ich noch und der Ferritinwert wurde heute das erste Mal kontrolliert (Ergebnis Do oder Fr).

Symptome und Essen
Ich merke nach der stressigen Phase das Histamin wieder mehr, aber grundsätzlich jammere ich da auf hohem Niveau. Ich esse diesbezüglich eigentlich so normal, dass ich fast gar nicht mehr von einer Histaminintoleranz sprechen will. Ich merke die Effekte des Histamins nach wie vor deutlich in/an meinem Körper, z.B. weil ich rote Flecken oder Herzklopfen habe. Aber ich esse mittlerweile fast täglich Bananen und regelmäßig Kichererbsen bzw. schwarze Bohnen und ab und zu in einem Café meines Vertrauens gebeizten Lachs. Den vertrage ich je nach Tagesverfassung allerdings auch mal etwas schlechter (einmal musste ich ein Antihistaminikum nehmen). Grundsätzlich bin ich nur selten so ganz frei von den leichten Symptomen, aber im Großen und Ganzen läuft es mit dem Essen sehr gut. Ich bin gerade nicht bereit dazu, meine Nahrungsmittelpalette wieder einzuschränken um zu testen ob diese leichten Symptome dann weg gehen. Zu den Dingen, die ich immer noch nicht gut vertrage und entsprechend meide gehören Erdbeeren, Avocado und Kakao. Von Alkohol lasse ich auch die Finger. Den hab ich ewig nicht getestet und er fehlt mir nicht.

Dafür habe ich „todesmutig“ (just kidding) Milch getestet (im Cappuccino/Kaffee) und gut vertragen. Kein Juckreiz. Das ist super – ich werde Milchprodukte bis auf weiteres zwar nicht wieder regelmäßig konsumieren, aber es ist gut zu wissen, dass ich hier ab und an eine Ausnahme machen darf. Von Eiern lasse ich weiterhin die Finger, die fehlen mir aber auch null. Der Juckreiz tritt allerdings noch manchmal auf. Ich habe aber mittlerweile das Schwimmen im Verdacht – eventuell vertrage ich das Chlor nicht so gut auf der Haut.

Grundsätzlich orientiere ich mich ansonsten weiterhin an Yasminas Empfehlungen und versuche, möglichst viele entzündungshemmende Nahrungsmittel und natürliche Antihistaminika in meinen Speiseplan einzubauen. Diese beiden Posts hier sind für mich sehr relevant und ich glaube, dass das der richtige Weg für mich ist:
I’M HEALING, NOT CURING (MY HISTAMINE INTOLERANCE/MAST CELL DISORDER)
THE INFLAMMATION BUCKET (WHY I CAN NOW EAT SHRIMP).

Auf geht’s.

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