Weiter geht’s!

Mein Auto: Es riecht immer noch. Echt unglaublich und mir völlig schleierhaft, was da passiert ist. Die Werkstatt behauptet, dass sie nur ein Kriechöl benutzt haben, um verschmutzte Teile zu säubern. Das würden sie immer machen. Es hat noch nie so gerochen – und es ist jetzt zwei Wochen her :(. Unterdessen kann ich den Wagen auf jeden Fall wieder fahren, aber es hat eine Woche gedauert.

Der Endokrinologe: Meine Schilddrüsenwerte sind deutlich besser und er sieht keinen Anlass dafür, die Dosis L-Thyroxin zu erhöhen. Ich bin jetzt erst mal wieder auf die 50er Dosis zurück gegangen (mein TSH-Wert war jetzt schon recht niedrig) und versuche dafür, die Schilddrüse mit Selen anzukurbeln. Alle anderen Hormone, die er gecheckt hat, sind nach seiner Aussage in Ordnung (auch Cortisol).

Dann kam noch: der Umweltmediziner. An dem Wochenende, an dem ich mein Auto nicht fahren konnte, bin ich ja in Richtung Kassel zu einem Umweltmediziner gefahren (mit dem Wagen meines Mannes). Ich hatte dort Montags einen Termin zur Beratung. Ich bin dort relativ unvorbereitet hingefahren, weil mir klar war, dass er mir wenig sagen können wird, bevor ich nicht einen der Tests gemacht habe, die er anbietet. Er hat sich auf ein bestimmtes Testinstrumentarium festgelegt und behandelt halt auf dieser Grundlage. Das war jetzt für mich erst mal das letzte Mal, dass ich Geld für Tests in die Hand genommen habe und da habe ich es dann noch Mal krachen lassen ;-). Ich habe mich entschieden, quasi das volle Programm zu machen – über Haaranalyse (Giftstoffe sowie Mineralienhaushalt), Aminosäuren, Zellstoffwechsel, Nährstoffdefizite, hastenichtgesehen. Einen IgG4-Test gab’s auch noch oben drauf – da bin ich zwar skeptisch, aber der war nun halt dabei. Die Ergebnisse sollten in den nächsten 2 Wochen so langsam eingehen.

Das Essen: Da eiere ich nach wie vor ein wenig rum. Ich mache ein etwas halbherziges Paleo. Halbherzig, da ich Milchprodukte nicht ganz eliminiert habe (ab und zu Sahne in den Kaffee) und zwischendurch auch mal Getreide gegessen habe (naja, vielleicht drei, vier Mal in den letzten 4 Wochen, davon einmal nicht glutenfrei). Immer noch nicht schlüssig bin ich mir bei der Verträglichkeit von Kochbananen. Da muss ich wohl noch mal etwas weiter testen. Was ich leider wieder komplett rauswerfen musste ist Kokos. Auch die Schokolade vertrage ich nicht wirklich gut und werde wohl oder übel da auch mal wieder die Finger von lassen müssen – die macht gerade viel Herzklopfen. Alles in allem schätze ich, dass mein Histaminspiegel gerade eher hoch ist. Und irgendwas Unverträgliches habe ich auch in meiner Ernährung drin – ich habe seit über einer Woche Ausschlag an der Oberschenkelrückseite, der blöderweise nicht weggeht. Bis jetzt weiß ich noch nicht, was der Übeltäter ist.

Nun spiele ich gerade mit dem Gedanken, es mit einer Rotationsdiät zu versuchen. Mir graut es unglaublich vor dem Aufwand – zumal das auch hieße, dass ich nicht am Abend eine doppelte Portion kochen kann, um dann am nächsten Tag mein Mittagessen daraus zu bestreiten. Ich müsste zwei verschiedene Sachen zubereiten. Es würde auch bedeuten, dass ich nicht mehr (fast) täglich, sondern nur noch alle 4 Tage Fisch essen könnte. Das gleiche gilt für Eier. Damit wäre meine Eiweißversorgung wieder deutlich schlechter. Ich werde mich am Wochenende mal hinsetzen und versuchen einen Plan mit für mich verträglichen Lebensmitteln für eine Woche zu erstellen.

Die Erschöpfung: Ich habe das Gefühl, dass das L-Thyroxin eine leichte Verbesserung bewirkt hat. Ich bin immer noch völlig erschöpft, aber mein Energielevel hat sich minimal verbessert – immerhin so viel, dass ich Treppen in der Regel ganz gut raufkomme.

Ach ja – und dann war da noch: der Allergologe. Bei dem war ich gestern und der Besuch war ziemlich aufreibend. Ich war 4 Stunden in der Praxis, habe ewig gewartet und musste eine völlig üble Blutabnahme über mich ergehen lassen. Es haben drei Personen in meinen Venen rumgestochert, bis endlich was kam. Das Schlimmste war, dass sich KEINER vorher die Hände desinfiziert hat. OK, man liest unterschiedliche Dinge – es wird auch die Meinung vertreten, dass es reicht, die entsprechende Hautstelle zu desinfizieren, aber ich fand es schon echt schlimm – zumal die auch noch schön auf den blutigen Einstichstellen rumgepatscht haben. Aber wie ich so bin konnte ich natürlich auch nicht direkt was sagen. Da ich aber noch mal hin muss und noch mal Blut abgenommen werden soll, sage ich nächstes Mal auf jeden Fall was. Das beschäftigt mich jetzt doch ganz schön im Nachhinein, aber in der Situation selbst hab ich halt die Klappe nicht aufgekriegt :-(.

Bislang habe ich folgende Ergebnisse: Lungenfunktion normal, aber es soll wegen meiner Katzenhaarallergie noch ein Asthmatest gemacht werden. Im Pricktest habe ich auf Frühblüher und Apfel reagiert. Da wird jetzt aber im Blut noch mal geschaut. Der Arzt war eigentlich nett, hat sich viel Zeit genommen und wirkte auch kompetent, aber wie die Praxis geführt wird … ich weiß ja nicht.

Rollercoaster

Es ist Zeit, die Woche Revue passieren zu lassen. Bis gestern lief es eigentlich ganz gut. Nachdem ich wieder mehr Probleme mit dem Schlafen hatte, bin ich mit dem L-Thyroxin hochgegangen und habe das Gefühl, dass sich die Schlafdauer wieder bessert. Die letzten zwei Nächte waren erst um 6 zu Ende, was echt schon ziemlich gut ist. Auch meine Energie war die letzten Tage ganz OK – bis dann gestern der GAU in Gestalt meines frisch aus der Werkstatt kommenden Autos passierte :(.

Der Wagen war zur Inspektion. Dabei wurde festgestellt, dass ziemlich viel Wasser im Innenraum war (unter dem Teppich im Fußraum) – ich hatte schon vermutet, dass irgendwas nicht stimmte, weil es im Wagen immer so feucht war. Jedenfalls haben sie das Problem behoben und den Wagen 24 Std lang getrocknet. Als ich nun gestern einstieg habe ich schon gerochen, dass er – für meine Nase bestialisch – nach irgendetwas riecht, das ich so nicht direkt zuordnen konnte. Ich habe auf der kurzen Autofahrt beide Fenster runtergekurbelt, aber das hat natürlich nichts geholfen. Ich habe richtig heftig reagiert: Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Herzrasen und im Nullkommanix war der kleine Energievorrat, den ich mir über die Woche angesammelt hatte weg. Jetzt geht es mir absolut besch…. Ich habe gestern direkt Vitamin C genommen, heute morgen noch mal, aber das hilft nicht ausreichend. Mir ist zum heulen. Meinen Wagen werde ich wahrscheinlich längere Zeit nicht mehr benutzen können. Morgen habe ich 2 Stunden Autofahrt zu dem Umweltarzt vor mir, bei dem ich Montag einen Termin habe. Ich kann wohl mit dem Auto meines Mannes fahren, aber das ist ein Riesenschiff mit dem ich mich nicht wohl fühle. Und wie soll ich nächste Woche zur S-Bahn kommen, wenn ich zur Arbeit muss? Ich fühle mich so machtlos und ausgeliefert mal wieder.

Gerade hat die Werkstatt zurück gerufen. Geklebt wurde im Wagen nichts (das hatten wir eigentlich vermutet), aber es sei möglich, dass irgendein Mittel zur Schimmelbekämpfung dort angewendet wurde. Ich soll den Wagen noch mal hinbringen. Kann ich natürlich nicht, weil ich ihn nicht fahren kann. Also warte ich jetzt, dass mein Mann vom Radfahren zurückkommt und noch mal hinfährt.

Was für ein Mist.

Rock bottom

Manchmal frage ich mich, wie weit es noch ist bis „rock bottom“. Irgendwann muss ich doch mal dort „aufschlagen“, sodass es wieder bergauf geht, oder?

Meine letzten Energiereserven habe ich anscheinend letzte Woche bei der dreitägigen Veranstaltung auf der Arbeit verballert. Die Woche war grauenvoll. Auf der Energieskala in meinem Ernährungstagebuch bin ich mittlerweile bei 0-0,5 angekommen. Die Skala sollte eigentlich von 1-10 gehen. Mehr als 1,5 habe ich noch nie geschafft. Es geht mir sehr schlecht. Auf der Arbeit schaffe ich alles nur unglaublich langsam. Aber zu Hause bleiben will ich auch nicht. Die Wochenenden sind eigentlich noch viel schlimmer für mich, weil ich dann gar keinen „Anreiz“ habe, mich aufzuraffen etwas zu tun. Wenn ich zur Arbeit gehe, ist da immer noch der gewisse Zwang, sodass ich mich dort hinschleppe. Und irgendwie fühle ich mich dort auch etwas abgelenkt. Blöderweise hat sich mein Schlaf auch wieder verschlechtert. Das könnte ein Zeichen sein, dass ich  mit dem L-Thyroxin höher gehen muss. Oder auch nicht. Ich merke von de LT weiterhin nichts (außer, dass mein Schlaf eine Weile etwas besser war).

Nach langem Ringen habe ich mich gestern noch mal entschlossen zu schauen, was mir der Verzicht auf Milchprodukte eventuell bringt. Von der Verdauung her habe ich keine Probleme damit, aber die Frage ist, wie meine Erschöpfung darauf reagiert. Da ich ohnehin ziemlich große Probleme damit hab, wie Milchwirtschaft (oder besser -industrie) funktioniert – egal ob Bio oder konventionell – ist es vielleicht doch gar nicht so schwer, wie ich gerade denke. Ich hab in letzter Zeit wirklich viele Milchprodukte gegessen – etwa einen Mozzarella am Tag, häufig zusätzlich noch Sahne und natürlich die Milch in meinem Kaffee. Das wird mir am meisten fehlen. Ich tue mir gerade beim Gedanken daran schon wieder ziemlich leid… Aber der Plan ist, das für eine Woche zu probieren und dann zu schauen. Zucker esse ich eh kaum – nur in Form von Obst – und Getreide hab ich ja auch schon komplett rausgeworfen. Damit wäre ich jetzt ziemlich bei einer Paleo-Ernährung angekommen (außer, dass ich halt kein Fleisch esse). Ich lese gerade viel bei Sarah Ballantine im Blog: http://www.thepaleomom.com. Sie hat eine Autoimmunerkrankung und hat über die Ernährung beachtliche Besserung erreicht. Allerdings ist Paleo als Pescetarier und mit den Einschränkungen, die ich durch die HI immer noch habe nicht einfach umzusetzen.

Heute habe ich mich mit einem (scheußlichen) Frühstück aus Mandelmehl und geraspelten Möhren sowie später roher roter Bete, Spiegelei und Guacamole über Wasser gehalten. Nicht ganz HI-freundlich (durch das Ei und die Avocado) aber noch innerhalb meiner Toleranzgrenze.

Aber der Tag ist noch lang und wir haben keinen Fisch im Haus (hier ist heute Feiertag und alles ist zu). Das wird ein Spaß…