Hier bin ich wieder!

Huch, schon ganz schön lange her seit dem letzten Post. Ich hatte auf der Arbeit eine dreitägige Veranstaltung, für die ich die Hauptverantwortliche war und es gab viel zu tun. Heute war der letzte Tag und ich bin sehr, sehr kaputt. Aber das ist ja nichts Neues. Allerdings hatte ich vorher mal zwei, drei Tage am Stück, an denen ich mich eigentlich ganz OK gefühlt habe. Das kommt selten vor. Mal schauen, ob es sich jetzt, wo der Stress etwas weniger ist, wieder einstellt? Aber ich wage kaum dran zu glauben.

So – Bestandsaufnahme!

Ich nehme seit etwas über drei Wochen L-Thyroxin (unterdessen nehme ich es doch morgens). An der Erschöpfung tut sich (mit der Ausnahme, die ich oben beschrieben habe) nichts. Ich habe aber den Eindruck, als würde ich etwas besser schlafen. Die Träume sind weniger plastisch und vor allem wache ich nicht mehr ganz so früh auf, sondern kann tatsächlich auch mal bis zum Weckerklingeln schlafen. Das ist neu.

Das Probiotikum, das mir die Orthomolekularärztin empfohlen hat, nehme ich nun auch schon eine Weile – anfangs haben die Baktis ein wenig in meinem Darm rumort, das hat sich aber gegeben. Meine Verdauung läuft immer noch recht träge, ist aber ganz OK. Das L-Glutamin für das Leaky Gut nehme ich auch weiterhin und konnte die Dosis ohne Nebenwirkungen erhöhen.

Außerdem gab es Post vom deutschen Zoll. Ich hatte ja Adrenal Cortex bestellt, weil ich schauen wollte, ob es an meiner Erschöpfung etwas dreht. Der Zoll hatte Bedenken und hat es an ein Labor geschickt. Vorgestern bekam ich es – originalverpackt – zugeschickt. Getreu dem Motto „Augen zu und durch“ habe ich nun morgens je eine Kapsel genommen. Noch merke ich nichts , aber ich wollte es mal eine Woche nehmen und dann schauen.

Bei der HPU-Medikation bin ich weiterhin bei einer niedrigen Dosis – ich nehme 15 mg Zink, 5 mg Mangan und unterdessen 2 Messerspitzen von dem P5P. Letzte Nacht habe ich schlecht geschlafen, was mich direkt an das P5P denken ließ, aber es kann auch die „Aufregung“ auf der Arbeit gewesen sein.

Zwischendurch hat sich leider meine HI ganz schön zu Wort gemeldet – das wundert mich aber bei dem erhöhten Stresspegel der letzten zwei Wochen nicht wirklich. Am letzten Sonntagabend hat es mich so richtig erwischt und ich dachte, ich bekomme einen grippalen Infekt oder eine Erkältung. Mit einem Antihistaminikum sind die meisten Beschwerden dann wieder verschwunden (und meine Nase ist – gefühlt das erste Mal seit Wochen – wieder frei gewesen). Was nun der Übeltäter war…ich bin mir nicht ganz sicher. Wir haben am Vorabend das erste Mal wieder Falafel getestet. Selbst gemacht mit getrockneten, eingeweichten Kichererbsen. Es war unglaublich lecker und ich habe eine Riesenportion gegessen. Ich habe darauf nicht reagiert, aber es ist möglich, dass das am nächsten Abend eine verzögerte Reaktion war. Das muss ich dann wohl oder übel noch mal testen. Ist nicht so schlimm…ich liebe Falafel :). Ein anderer potenzieller Übeltäter ist eine einzelne Paranuss, die ich am Sonntag gegessen habe. Sie war mir von vornherein nicht ganz geheuer aus verschiedenen Gründen…

Naja und dann habe ich im Rahmen der Veranstaltung diese Woche zwei Mal auswärts gegessen – zwar sehr vorsichtig, aber ich habe trotzdem zur Sicherheit ein Antihistaminikum genommen.

Jetzt freue ich mich auf ein Wochenende, an dem ich nichts machen muss – Ausruhen nach der anstrengenden Woche ist angesagt!

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Kopf, Bauch, Hamsterrad… Ach nee, doch nicht

Jetzt hatte ich einen langen Post über mein entsetzliches Wochenende geschrieben. Und darüber, wie mein Kopf und mein Bauch (das Rationale und das Emotionale/Intuitive) aneinander vorbei reden. Darüber, dass ich aus dem Hamsterrad ausbrechen muss, in dem ich gerade renne – nämlich dem (Irr)glauben, dass mein Leben wieder so wird, wie es war, wenn ich mich nur genug anstrenge. Aber ich habe gemerkt, dass ich und dieser Blog noch nicht bereit sind für so einen Post. Also schreibe ich lieber was mehr oder weniger Langweiliges über mein wertes Befinden ;).

Das entsetzliche Wochenende erspare ich Euch und mir nun aber. Dafür schreib ich mal was Positives. Kommt auch viel zu selten vor: Ich hab mich heute morgen nicht ganz so schlapp gefühlt, wie die letzte Woche. So. Da habt Ihr’s.

Sorry, offenbar gab es auch einen Clown zum Abendessen.

Ich hab die letzten Abende gemerkt, dass ich, wenn ich ins Bett gegangen bin, relativ lange zum Einschlafen gebraucht habe und mich recht wach gefühlt habe. Nicht unangenehm, aber eigentlich schlafe ich abends immer schnell ein (wenigstens etwas) – mein Problem ist eher unerholsamer Schlaf und frühes Aufwachen. Ich habe nun entschieden, das L-Thyroxin doch mal morgens zu nehmen, da es sein kann, dass ich davon Abends wacher geworden bin. Ich musste mich heute, wie immer, unglaublich aus dem Bett quälen – war dann aber etwa 1 Stunde nach der Einnahme des LT überraschend fit. Und das an einem Montagmorgen, wo ich gerade die Nacht immer besonders schlecht schlafe. Ich bin die Treppe zu meinem Büro fast mit Elan hochgestiegen. War wahrscheinlich ein einmaliger Zufall oder so, aber ich konnte mich trotzdem drüber freuen.

Dann habe ich mich in meinem Elan histaminmäßig heute etwas weit aus dem Fenster gelehnt (zwei! Kaffee o_O). Und Joghurt getestet. Nun hab ich Ohren- und Halsschmerzen und eine ordentliche Portion Vitamin C sowie Quercetin intus. Ich hoffe, das reicht und der Spuk ist morgen wieder vorbei. Ich habe blöderweise gerade den Verdacht, dass bei mir auf der Allergieschiene etwas läuft. Ich habe seit Tagen konstant die Nase zu, wenn sie nicht läuft oder ich niesen muss. Eine Erkältung hab ich nicht, aber das Ernährungstagebuch gibt auch nicht so recht Aufschluss, woran es jetzt liegen könnte. Naja. Im November bin ich ja noch Mal bei einem Allergologen.

Und noch etwas Erfreuliches: die Liste mit Dingen, die ich nicht habe, ist wieder länger geworden ;). Ich habe heute wegen des LTT-Tests in Sachen Borreliose mit der Arztpraxis telefoniert. Da ist nach Einschätzung des Arztes nichts, was man behandeln müsste. Soweit so gut. Ich vermute mal, dass all diejenigen von Euch, die sich mit unklaren Beschwerden rumschlagen für die sie keine vernünftige Diagnose oder Erklärung bekommen, das zwiespältige Gefühl von Erleichterung gemischt mit Enttäuschung nach so einer „Entwarnung“ kennen. Weil sich eben wieder eine mögliche Erklärung für den eigenen Zustand zerschlagen hat, obwohl man doch froh sein sollte (und tief drinnen ja auch ist), dass man „gesund“ ist. Das ist wohl wieder so ein Bauch-Kopf-Ding, womit ich wieder am Anfang dieses Posts angekommen wäre.

Testwoche

Ich hab es die ganze Woche nicht hinbekommen, etwas zu schreiben. Blöde Kombi aus zu erschöpft sein und zu viel zu tun haben :(. Also. Wo fange ich an?

Sonntag sind wir ja essen gewesen. Das war auf einer Erfolgsskala von 1 bis 10 immerhin eine 5 oder 6. Ich hatte mir ja vorher schon auf der Karte ausgeguckt, was ich essen möchte – allerdings gab es dann die Vorspeise, auf die ich gehofft hatte (Flammkuchen mit Ziegenkäse) nicht mehr. Unnggghhh. Die anderen Sachen waren nichts – es gab an fleischlosen Vorspeisen nur Sachen (Salate), in denen schon Essig drin war. Und Kürbissuppe. Für die habe ich mich dann entschieden (und ich glaube die war es auch, die mir dann später Probleme gemacht hat). Sie war recht stark gewürzt und ich tippe auf eine gute Portion Paprikapulver. Danach habe ich Fisch gegessen und zum Nachtisch dann alle guten Vorsätze über Bord geworfen und eine Créme brulée verspeist. Die war soooo gut, allerdings für meinen Geschmack natürlich viel zu süß. Ich habe wie gesagt die Kürbissuppe im Verdacht mir Probleme gemacht zu haben – nachdem ich die gegessen hatte, hat sich mehr und mehr Luft in meinem Oberbauch gesammelt und leider nachher ziemliche Schmerzen verursacht. Das hatte ich früher ständig und dachte immer das ist irgendwie normal. Von wegen. Auf jeden Fall habe ich das ganz ganz lange nicht mehr gehabt. Ich kann aber berichten, dass die Luft überraschend schnell wieder rausgegangen ist und ich nichts deswegen nehmen musste. Auch das Antihistaminikum hab ich mir verkniffen.

Die Woche über habe ich dann zum Frühstück verschiedene Lebensmittel getestet um zu sehen, wie lange ich satt bleibe. Damit wollte ich feststellen, ob ich noch mal nachdesensibilisieren muss. Es gab also Mango, Mozzarella, 2 Birnen und ein Glas Milch. Ich habe brav aufgeschrieben, was passiert ist und es zum Institut nach Hamburg geschickt. Laut Frau Dr. W sieht es für sie so aus, als wären die Kurven alle OK. Das hat mich überrascht, weil ich auf jeden Fall darauf getippt hätte, dass ich beim Fruchtzucker noch nicht so ganz auf Kurs bin. Ich hab auf die Birnen echt komisch reagiert. Nach einer Stunde fing so eine erste leichte Ahnung eines Hungergefühls an. Der richtige Hunger (und das Gefühl der Unterzuckerung) hat dann aber noch etwas auf sich warten lassen. Die Probleme fingen dann eher danach so richtig an. Es grummelte mehr in meinem Darm, als sonst, und der Blutzucker ging wieder ganz schön rauf und runter. Abends war ich so fertig, dass ich um halb acht im Bett lag und nur geheult habe. OK. Das muss ich weiter „beobachten“. Ich habe ja nun wieder mit dem Ernährungstagebuch angefangen und kann vergleichen.

Jedenfalls sagte das Institut, dass nach einer Obst- und nach einer Milchmahlzeit 1,5 Stunden  Sättigung in Ordnung sind und dass ich dann ruhig nach 1,5 Std essen soll. Ich soll darauf achten, dass die Portionen groß genug sind und dass ich ausreichend Fett zu mir nehme. Das Gefühl der Unterzuckerung kommt laut dem Institut eventuell daher, dass ich vom Typ her immer noch etwas hoch liege und das Absinken des Blutzuckers sehr stark merke. Es gab noch einen Hinweis auf meine Glykogenspeicher (das wurde aber nicht weiter erklärt) – da frage ich vielleicht noch mal nach, weil es mich interessiert. Mein Mann und ich hatten nämlich schon spekuliert, dass ich meine Glykogenspeicher nicht gut gefüllt bekomme und daher Probleme mit Unterzuckerung etc. habe. Aber das war, wie gesagt, nur so ins Blaue spekuliert.

Stimmungs- und kräftemäßig ging es mir echt schlecht diese Woche. Ich hab ständig geheult. Ob da die lieben Hormone noch reinspielen, ich weiß es nicht…

Dann war ich am Dienstag ja noch das erste Mal beim MBSR-Kurs (Mindful Based Stress Reduction). Tja… was soll ich sagen. So richtig „meins“ ist das nicht – dabei stören mich weniger die Übungen, die werden mir auf lange Sicht sicher gut tun. Es sind dann eher diese Runden, in denen jede/r erzählt, wie die Übung jetzt für sie/ihn war. Eigentlich will ich da ja nur meine Ruhe. Einfach die Übungen machen und dann nicht noch zehn Minuten drüber quatschen, ob ich jetzt beim Körper-Scan eingeschlafen bin oder nicht. Seufzzzz. Aber da muss ich jetzt wohl durch.

E1-Tag 4

Heute habe ich die letzte E1-Desensibilisierung hinter mich gebracht. Hurra! Das waren verdammt lange 4 Tage. Ich nehme jetzt einfach mal an, dass es an der Desensibilisierung lag, aber meine Energie war so niedrig, wie lange nicht mehr. Ich war kaum zu etwas zu gebrauchen. Ich habe allerdings mehr und mehr den Verdacht, dass es gerade auch am frühen Aufwachen während der Desensibilisierung liegt. Gestern wollte ich um 9 zu meinem Schwimmkurs (ihr wisst schon…Kraulen lernen), also musste ich um 5 anfangen. Mit den Impulsen war ich um 6 durch und habe dann noch 2 Stunden gedöst, bevor um 8 der Wecker ging. Das Schwimmen hat mich unglaublich angestrengt, danach musste ich mich erst mal 1,5 Stunden ins Bett legen. Erst gegen Abend bin ich etwas fitter geworden.

Da wir eingeladen waren, haben wir erst recht spät gegessen. Und weil ich meinen Mann heute (an seinem Geburtstag) nicht so früh aus dem Bett werfen wollte, hab ich erst kurz nach 8 angefangen. Mein Energielevel war heute direkt mit dem Aufwachen deutlich höher, als die letzten Tage. Ja, ja, es deutet alles auf die Nebenniere hin. Wie auch immer, fühle ich mich recht ausgeschlafen heute und die letzten drei Impulse habe ich gut über die Bühne bekommen.

Jetzt muss ich die kommende Woche wohl mal Bestandsaufnahme machen. Ich vermute, dass ich an die Fruchtzuckerkurve noch mal ran muss. Seit der Milchdesensibilisierung habe ich nicht nur das Problem mit dem Unterzuckern (das hat sich jetzt ein bisschen abgeschwächt, aber ich hatte halt auch frei, d.h. mein Tagesablauf war ein ganz anderer), leider steht meine Verdauung auch ziemlich still. Das könnte natürlich auch mit der Milch zu tun haben, aber ich tippe irgendwie aus dem Bauch raus auf den Fruchtzucker, weil ich nach der FZ-Desensibilisierung schon das Gefühl hatte, die Verdauung ist träger geworden. Da fand ich es noch nicht so störend, aber im Nachhinein betrachtet beschäftigt mich dieses Thema seitdem. Aus der Logik der Impuls-Therapie heraus würde ich mal spekulieren, dass es etwas damit zu tun hat, dass mein Typ abgesenkt wurde – von hoch auf normal. Eigentlich finde ich das alles ja sehr spannend, aber im Moment bin ich nicht so wirklich zufrieden und hätte gerne weniger Blutzuckerkarussel und (gefühlt) kantige Wackersteine im Darm. Sorry, tmi, aber es ist nun mal immer noch ein Blog über NMU ;).

Ich werde nächste Woche mal mit dem iffi telefonieren und hören, was die zu sagen haben.

Was gibt es sonst noch? Ich habe vor ein paar Tagen angefangen, das L-Thyroxin einzuschleichen. Ich habe mit einer halben Tablette (25 Mikrogramm) angefangen. Bis jetzt habe ich sie wegen der Desensibilisierungen morgens genommen, ich werde ab jetzt aber auf Abends umsteigen. Es gibt Studien, die zeigen, dass eine Einnahme abends (frühestens 2 Stunden nach dem Abendessen) eine ebenso gute Wirkung hat, wie die Einnahme morgens auf nüchternen Magen. Bis jetzt merke ich noch gar nichts – weder eine Besserung noch Symptome einer Überfunktion. Aber OK – die Dosierung ist so gering und ich nehme sie halt auch erst ein paar Tage, da kann sich wahrscheinlich noch nichts tun.

Was mich weiter beschäftigt, ist das Vitamin B. Nachdem ich den B-Komplex vor ein paar Tagen noch mal genommen hatte (nur eine Drittel Kapsel) hatte ich prompt wieder eine schlaflose Nacht. Das hat absolut keinen Sinn. Was ich jetzt noch mal probieren werde ist ganz normales (also nicht aktiviertes) B6 von Hevert. Mal schauen, was damit passiert. Mich ärgert ein bisschen, dass sich keac nicht auf meine Mail gemeldet hat. Sie hätten mir wenigstens schreiben können, dass sie mir meine Frage so nicht beantworten können und dass ich mich telefonisch melden soll oder so.

Heute Abend steht dann mal wieder ein Wagnis an. Ich lade meinen Mann zum Essen ein. Es wird ein besseres Restaurant, d.h. ich erwarte grundsätzlich frische Speisen ohne Zusätze und Convenience Food. Aber spannend wird es trotzdem… Ich werde vorher eine Portion Vitamin C einwerfen und zur Not hinterher ein Antihistaminikum. Aber prinzipiell müsste ich dort etwas Verträgliches finden. Ich werde versuchen, keine Experimente zu machen.

 

E1-Tag 1

Heute habe ich mich also in die Desensibilisierung des „Eiweißbausteins (E1)“  gestürzt. Was sich genau dahinter verbirgt, weiß niemand so genau, aber es wird halt irgendeine Aminosäure oder ein Aminosäurekomplex sein, schätze ich. Im Resultat war ich den ganzen Tag völlig erschlagen. Ich bin kaum aus dem Bett gekommen und hab mich dann quasi nur noch auf die Couch geschleppt. Ich hoffe mal, dass das wirklich nur am E1 liegt und nach der Desensibilisierung wieder etwas besser wird. Das Ausmessen des Pulvers war der totale Krampf…ich soll 1 Messerspitze, 1,5 Msp. und 2 Msp. nehmen. Das ist ziemlich blöd abzumessen. Für morgen habe ich mir die Portionen doch schon vorbereitet… jetzt darf ich nur nicht wieder was vertauschen, wie beim Fruchtzucker ;).

Um 10:15 konnte ich frühstücken. Ich habe heute mal einen Bogen um das Obst gemacht und stattdessen das erste Mal seit langem 2 Scheiben Dinkelbrot mit Butter und Käse sowie dazu Rührei gegessen. Die Unterzuckerungsproblematik ist damit nicht aufgetreten (allerdings habe ich auch nur auf der Couch gelegen). Der Hunger kam erst nach 3,5 Stunden und ich habe dann eine Mango und einen Mozzarella gegessen. Das hat ebenfalls 3 Stunden vorgehalten, das war also ganz OK.

Ansonsten habe ich heute nun wieder angefangen, Ernährungstagebuch zu führen. Ich hatte ja im Juli damit aufgehört, weil es mir nichts mehr gebracht hatte und weil ich vor allem ständig in der Selbstbeobachtung war und mich nur noch auf meine Beschwerden und Wehwehchen fokussiert habe. Jetzt geht es mir eher darum, der Sache mit den Unterzuckerungen nachzugehen, aber auch zu schauen, ob die Erschöpfung bei bestimmten Lebensmitteln schlimmer wird. Auch habe ich ja zwischendurch noch mit Hautreaktionen zu tun (Juckreiz), da gilt es auch noch, die Übeltäter zu finden.

Das Karussel dreht sich weiter

Auch heute hat mein Blutzucker sich nicht eingekriegt. Morgens habe ich erstmal das Obst weggelassen. Es gab stattdessen Rührei etwas aufgepeppt mit einem vegetarischen Brotaufstrich auf Basis von Sonnenblumenkernen. Soweit so gut – 2 Stunden später noch kein Hungergefühl. Also habe ich mich an einen Kaffee mit Milch getraut. Eine Stunde später ging es los mit der Unterzuckerung. Ich habe dann testweise einen Apfel gegessen (der allerdings recht sauer war) – das hat nicht geholfen. Auch das Mittagessen (Gemüsepfanne und ein Mozzarella) hat nichts daran geändert. Vor der Milch-Desensibilisierung habe ich genauso gegessen und keine Probleme dieser Art gehabt :(. Nachmittags habe ich dann noch mal einen Kaffee (entkoffeiniert) mit Milch und dieses Mal mit einem Stück braunen Zucker getrunken. Damit wurde es ein klein wenig besser – es scheint also wirklich irgendwie mit dem (Blut-) Zucker zusammenzuhängen. Mist alles. Das macht mich gerade total fertig, weil es vorher eigentlich schon so super lief. Morgen fange ich aber trotzdem mit der E1-Desensibilisierung an. Mal sehen, wie sich das auswirkt.

Dann hatte ich heute noch mal einen Termin bei der Orthomolekularärztin – es stand ja noch die Besprechung des Florastatus aus, den ich noch mal hatte machen lassen. Da gab es wenig Überraschendes, aber immerhin die eine oder andere Bestätigung: mein Bauchgefühl hat mich nicht so sehr getäuscht, die Dysbiose im Darm hat sich schon etwas gebessert. Ich habe nach wie vor etwas zu wenig Bifidos und Enterococcen, aber die Werte sind etwas besser geworden. Clostridien waren wieder im Normalbereich. Candida nach wie vor nicht nachweisbar. Es wurde ein bisschen viel Fett im Stuhl ausgeschieden, aber nicht allzu dramatisch.

Bestätigt ist jetzt auch meine Vermutung, dass ich ein Leaky Gut habe – und zwar relativ stark. Jetzt werde ich auf Anraten der Ärztin dafür noch einmal versuchen, L-Glutamin einzunehmen sowie ein weiteres Präparat (ein Probiotikum). Mein sekretorisches IgA ist deutlich erhöht, das kann  offenbar darauf hindeuten, dass die Darmschleimhaut mit Entzündungsprozessen zu kämpfen hat. Das kann auch was mit meiner Erschöpfung zu tun haben.

Also wird gleich mal wieder Nahrungsergänzung bestellt. Seufz…

Blutzuckerkarussell

Oh je, irgendwie dreht mein Körper seit Abschluss der Milchdesensibilisierung am Rad. An meiner Ernährung habe ich gar nichts geändert, weil ich ja auch vor der Desensibilisierung gar keine großen Probleme mit Milchprodukten mehr hatte. Aber plötzlich passt da irgendwas nicht mehr. Ich hatte ja, weil ich auf Getreide verzichte, zuletzt zum Frühstück immer Obst und Mozzarella gegessen. Meistens waren es Nektarinen, Zwetschgen oder Mango. Damit war ich mehrere Stunden pappsatt und bin super über den Vormittag gekommen. Gestern und heute war es aber eine totale Katastrophe – gestern gab es Zwetschgen und Mozzarella. Nach gut 1,5 Stunden fühlte ich mich total unterzuckert und bin trotz Essen nicht so richtig da raus gekommen. Nach dem Mittagessen hat sich das Ganze wieder einigermaßen normalisiert.

Heute habe ich dann eine Mango mit Magerquark gefrühstückt. Nach einer Stunde das gleiche – völlige Unterzuckerung, aus der ich trotz Essen nicht wieder richtig rausgekommen bin. Das ging heute den ganzen Tag nicht weg – selbst eine Banane hat mich nicht wieder hochgebracht. Jetzt bin ich ein bisschen genervt und mache mir Sorgen. Vor allem, weil ja vor der Milchdesensibilisierung doch eigentlich schon alles ganz prima war :(.

Es kann natürlich eine ganze Reihe von Erklärungen dafür geben, warum das gerade so ist.

  • Es könnte sein, dass meine Fruchtzuckerkurve noch nicht in Ordnung war und ich das jetzt erst merke, nachdem die Milch „gerade gerückt“ ist. Dann steht auch noch die E1 Desensbilisierung aus.
  • Es kann sein, dass ich mit der Unterzuckerung auf Unverträgliches reagiere. Am Sonntag hatte ich Haselnüsse getestet, die ich definitiv nicht vertragen habe; gestern und heute gab es rote Linsen (einmal Abends, einmal zum Mittag). Ich bin mir bei der Verträglichkeit von Hülsenfrüchten nach wie vor nicht sicher. Ich habe keine unmittelbaren deutlichen Unverträglichkeitsreaktionen, aber so richtig „richtig“ fühlt es sich damit trotzdem nicht an.
  • Das Absetzen der HPU-Medikation könnte sich bemerkbar machen. Ich hab mich an die Medis noch nicht wieder angetraut.
  • Als letzter Kandidat wäre dann da noch das Absetzen des Nuvarings. Ich merke, dass mein Körper darauf reagiert, nicht unbedingt positiv. Ich hab schon seit Tagen leichte Krämpfe im Unterleib und die Verdauung liegt ziemlich lahm – so wie es sonst in der Ring-Pause auch war.

Es heißt also Abwarten und Kaffee trinken (den hab ich mir auf jeden Fall heute genehmigt!).