4 down, 1 to go

Ich habe meine letzte Milchdesensibilisierung durch und bin so froh, dass es vorbei ist. Diese Desensibilisierung hat mich mehr geschlaucht, als alle anderen zusammen, es war echt schlimm. Dabei hatte ich nur sehr wenige unmittelbare Symptome – mal etwas Luft im Bauch, ein bisschen mehr Grummeln als sonst… Aber der Schlafentzug und die lange Nüchternphase haben mir in Kombi echt den Rest gegeben. Es war teilweise so schlimm, dass ich den Aufzug nehmen musste, um in mein Büro im ersten(!) Stock zu kommen.

Jetzt heißt es wohl erst einmal abwarten. Ich  hatte ja subjektiv Milchprodukte schon wieder ziemlich gut vertragen – ich bin nun gespannt, was sich vielleicht noch tut. Nächste Woche stehen mir noch 4 Tage Eiweiß bevor 😦 Aber das wird nicht so anstrengend, weil die Abstände 28 min + 28 min + 2 Stunden sind. Ich denke, ich fange Mittwoch an – dann habe ich den Feiertag und ein langes Wochenende (habe Freitag zum Glück frei). Ich habe auch gemerkt, dass ich mit dem Nüchternsein im Moment besser klar komme, als mit dem frühen Wecken für den ersten Impuls. Ich habe die letzten beiden Tage den ersten Impuls erst um halb sechs bzw. sechs genommen und fühlte mich dann immerhin nicht mehr wie ein totaler Zombie.

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2 Tage Milch

Heute habe ich den zweiten Milchdesensibilisierungstag hinter mich gebracht. Es geht mir ziemlich bescheiden, aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich gestern einen ersten (und direkt unglaublich langen) Arbeitstag hinter mich gebracht habe. Ich bin mal wieder unendlich erschöpft und dabei hatte ich heute sogar einen Tag im Home Office, weil ich nachmittags einen Termin bei dem Borreliosespezialisten hatte, der von mir ca. 1 Std. mit dem Auto entfernt ist. Ich kann mich mal wieder kaum die Treppen hochschleppen bei uns :(.

Es liegt sicherlich auch an der langen Nüchternphase und natürlich dem schlechten und dann auch noch für die Impulse unterbrochenen Schlaf. Mist alles. Und diese Woche ist auch noch bis obenhin vollgestopft mit Terminen, super.

Wegen der Borreliose wurde reichlich Blut gezapft. Einen Teil des Tests muss ich natürlich selber zahlen und der ist natürlich auch richtig teuer. Hab ganz schön geschluckt. Aber der Arzt schreibt mir etwas, dass ich bei der Krankenkasse einreichen kann – eventuell bezahlt die Kasse den Test dann oder zumindest einen Anteil.

Morgen ist zum Glück schon Halbzeit bei der Milch… hatte echt nicht erwartet, dass mich das so schlaucht.

 

Fehlstart

Hier zu Eurer Erheiterung eine neue Episode in der Reihe „Desensibilisierungsfehltritte“ ;). Ich wollte heute morgen um 6 anfangen Milch zu desensibilisieren. Ab 3 war ich hellwach (auch dank meines erkälteten Gatten 😉 ) und um kurz vor vier dache ich dann, ach, dann kann ich auch schon den ersten Impuls nehmen. Wecker neu gestellt, zum Kühlschrank geschlichen, 1 TL Milch geschlürft – dann fiel mir auf dem Weg zurück ins Bett ein, dass ich noch keine 10 Stunden nüchtern war, sondern erst neun. *Headdesk*. Damit war der erste Desensibilisierungstag schon gelaufen, bevor er angefangen hatte. Vielleicht hätten die neun Stunden auch gereicht, aber ich wollte es nicht riskieren. Das blöde ist, dass ich ja heute anfangen wollte, damit ich nächsten Samstag unbehelligt zu meinem Schwimmkurs gehen kann. Der fängt schon um 9:15 an und nüchtern will ich da eigentlich nicht hinmüssen. Mal sehen, wie ich das löse…

Das Schwimmen gestern habe ich ganz gut überstanden, obwohl ich merke, dass ich null Kondition habe.

Tschüss, Hamburg

Heute wurde im Institut noch E1, der Eiweissbaustein getestet und dann hatte ich mein Abschlussgespräch. Ich muss 6 Tage Milch desensibilisieren und 4 Tage E1. Letzteres nur über 3 Stunden, Milch über insgesamt 4,5. Nicht ganz so schlimm wie Weizen also.  Mozzarella darf ich weiter essen, allerdings glaube ich keine Sahne. Muss noch Mal in die Liste schauen.

Insgesamt bin ich ziemlich groggy und mir graut es ein wenig vor morgen – um neun ist die erste Stunde des Schwimmkurses, für den ich mich vor einer Ewigkeit angemeldet hatte, um Kraulen zu lernen. Ob ich das kräftemäßig schaffe, weiß ich noch nicht, aber ich wollte es zumindest mal probieren, bezahlt hab ich ihn nämlich schon.

Sonntag fange ich dann mit der Desensibilisierung an. Seufz…

Milch

Heute habe ich im Institut Milch getestet – die Kurve war, wie ich schon vermutet hatte, nicht ganz in Ordnung. Es läuft wahrscheinlich wieder auf 5-6 Tage desensibilisieren hinaus. Seufz…

Morgen wird dann der Eiweißbaustein getestet. Ich bin gespannt. Ansonsten war Frau Dr. sehr zufrieden mit mir und meinen Ergebnissen ;). Nur zu der Erschöpfung hatte sie nicht so viel zu sagen, außer, dass sie denkt, dass diese mit der weiteren Therapie zurückgehen sollte und dass die Desensibilisierungen natürlich eine Belastung für den Körper sind und man sich eben davon auch erholen muss.

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Apropos Erschöpfung – mit der habe ich heute doch wieder sehr gekämpft. Nicht, dass mich das wundert. Erstmal habe ich gestern zu spät gegessen, war schon sehr sehr unterzuckert. Dann habe ich schlecht geschlafen, weil die Straße doch sehr laut ist, auf die mein Hotelzimmer schaut und den Aufzug des Hotels höre ich auch. Naja, dann das frühe Aufstehen und die lange Nüchternphase. Hab mich nach dem Test erst noch mal eine Stunde aufs Ohr gehauen und bin dann ein wenig durchs Schanzenviertel und das Karoviertel geschlendert. Geld ausgegeben habe ich natürlich auch *schäm*. Im Karoviertel gab es lecker Milchkaffee mit Sonnenschein – danach war die Erschöpfung ein wenig besser, was mich doch wieder an meine Nebennieren denken lässt. Auf die wirkt Koffein stimulierend, aber man soll es aus dem Grund eigentlich meiden, weil man sie halt durch die Anregung weiter erschöpft. Andererseits ist Koffein ja auch gesund und mein Kompromiss heißt 1 Kaffee am Tag, nicht mehr.

Dann bin ich blöderweise so lange auf der Suche nach etwas Essbarem durch die Gegend gelaufen, dass ich schon wieder ziemlich unterzuckert war. Ich hatte zwar etwas dabei, aber das war eher ein Snack und der hätte mich sicher nicht über den Nachmittag gebracht. Gegessen habe ich letztendlich Falafel – ich bin mal gespannt. Wenn meine Stimmung heute Abend/morgen früh wieder in den Keller geht, dann bin ich langsam wirklich überzeugt, dass das meine Reaktion auf Hülsenfrüchte ist.

Die Pizza gestern ist mir so mäßig bekommen. So richtig wohl war mir heute morgen nicht im Magen und ich hatte vor allem ziemliche Schmerzen da wo früher mein Blinddarm saß. Meinen „neuen“ Juckreiz rechts unten am Bauch hatte ich auch, so ganz super war das gestern also nicht. Kann aber natürlich auch am Hefeteig gelegen haben.

Hamburg wieder

Da bin ich also wieder in Hamburg, um morgen meine zweite Runde Tests am Institut zu starten. Ich musste dieses Mal im Hotel unterkommen, weil die Apartments in der Nähe leider ziemlich teuer waren, als ich buchen wollte (das Hotel auch :(). Dementsprechend war nichts mit Kochen und ich habe eine scheußliche Pizza von Va***no gegessen, weil ich mich nichts anderes getraut hab. Ich hatte kurz mit Sushi geliebäugelt, aber mir war das Risiko zu groß. Jetzt habe ich eine Riesenportion Getreide intus und fühl mich ein bisschen „schuldig“ deswegen. Ich weiß natürlich, dass das Quatsch ist, aber eigentlich komme ich ohne Getreide super zurecht – nur beim Auswärts-Essen tue ich mich schwer damit, etwas zu finden, was nicht so getreidelastig ist. Fleisch fällt ja raus und Fisch traue ich mich auswärts meistens nicht, weil ich nicht sicher sein kann, wie es da mit der Kühlkette aussah.

Ich kämpfe heute ein bisschen mit Histaminproblemen in Form von leichten Halsschmerzen. Ich hab ein wenig die roten Linsen in Verdacht, die ich gestern Abend gegessen habe. Außerdem kam noch eine gute Allergieattacke dazu, da hat das Histamin sicher auch Party gefeiert. Morgen muss ich das mit dem Essen irgendwie anders lösen, mal schauen. Im Zweifel gibt es Obst und Mozzarella.

Morgen wird erst mal Milch getestet – auch, wenn ich Milchprodukte wieder ganz gut vertrage möchte ich da auf Nummer sicher gehen. Was am zweiten Tag getestet wird, besprechen wir dann morgen. Zu den Dingen, die ich definitiv noch nicht vertrage gehören Nüsse und Soja, eventuell Hülsenfrüchte generell. Alles natürlich „verdächtig“ bei einer HI. Ich hatte blöderweise nicht mehr ausgetestet, ob Fruchtzucker nachdesensibilisiert werden muss. Aber vielleicht kann ich das noch machen. Ich habe mit Obst so wenig Probleme, ich kann es mir eigentlich kaum vorstellen.

Ich habe mich gestern nach längerem hin- und her Überlegen entschieden, einen Termin bei einem Umweltmediziner zu machen, der auf so Dinge wie chronische Erschöpfung (CFS), multiple Chemikalienunverträglichkeit (MCS), aber auch versteckte Allergien und Nährstoffdefizite spezialisiert ist. Mein Bankkonto ächzt und stöhnt schon, denn wenn ich mit ihm gesprochen habe, hab ich natürlich noch keinen einzigen Test gemacht (und bezahlt) :(.

Und weil ich verstanden habe, dass ich außer Tests auch noch was dazu beitragen muss, meine Erschöpfung wieder loszuwerden habe ich mich zu einem Kurs angemeldet für „Mindful Based Stress Reduction“. Da hat meine Krankenkasse immerhin einen Zuschuss zugesagt… ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber immerhin.

Wieder zu Hause

Am Samstag haben wir uns auf den Heimweg gemacht. Die Autofahrt hat mich ganz schön geschlaucht, mir ging es abends sehr schlecht. Dabei habe ich kaum hinterm Steuer gesessen. Das könnte eventuell an den Vibrationen liegen – das kann ein Trigger für Histaminausschüttung sein. Dafür würde auch sprechen, dass die Verträglichkeit von Lebensmitteln niedriger war am folgenden Tag.

Ich habe dann gestern testweise mal eine Kapsel P5P genommen (blöderweise habe ich gepennt und auch noch eine B-Komplex genommen). Ich bin mir nicht sicher, ob es nun daran lag, aber mittags war ich völlig fertig und musste mich hinlegen. Seitdem fühle ich mich ziemlich komatös und fast genauso schlapp, wie in der ersten Woche in Frankreich. Mal schauen, wie es morgen ist, habe heute kein P5P genommen. Heute geht es mir jedenfalls noch total bescheiden. Es kann aber auch an der Rückreise liegen. Wäre natürlich großer Mist, wenn ich das kleine bisschen Erholung, dass ich hatte, schon mit der Rückreise wieder aufgebraucht hätte. Und dann geht es am Mittwoch noch nach Hamburg. Wenn ich übernächste Woche wieder arbeiten gehe bin ich wahrscheinlich wieder so fertig, wie vor dem Urlaub :(.

Ich denke mehr und mehr darüber nach, ob ich nicht eine rundum-Nährstoffsbedarfsanalyse machen soll…die ist bei dem Institut, das ich im Auge habe, nur unglaublich teuer. Bin mal wieder ratlos.

Gleich habe ich einen Termin bei meiner Frauenärztin. Aber die hatte beim letzten Mal auch keine großartigen Ideen. Und sie wird nicht begeistert sein, wenn ich ihr eröffne, dass ich die Hormone absetzen will.

Update:

So, was soll ich sagen. Ab heute Mittag gingen Müdigkeit und Erschöpfung ziemlich schlagartig weg. Und meine Frauenärztin hat keine Einwände gegen das Absetzen des Nuvaring. Regelbeschwerden, here I come!