Ein Silberstreif am Horizont?

Puh, was für eine Woche auf der Jagd nach meinen Blutwerten. Ich habe am Mittwoch (oder war es am Donnerstag?) noch mal in der Praxis angerufen, da ich von der Ärztin trotz Ankündigung, sie würde sich melden, immer noch nichts gehört hatte. Ich habe die Sprechstundenhilfe gebeten, doch im Computer wenigstens schon mal nach den Werten zu schauen. Da hieß es dann, alles normal, nur Eisen sei … zu hoch?! Da war ich dann erst mal wieder fertig mit den Nerven – wie kann man sich bei „normalen“ Blutwerten bitte so erschöpft und kaputt fühlen?

Heute habe ich dann um 13 Uhr schlapp gemacht auf der Arbeit, bin nach Hause gefahren und habe mich erst mal ins Bett gelegt. Nach eineinhalb Stunden wurde ich vom Handy geweckt – die Ärztin war dran. Und von wegen alles normal – B12 ist wohl ganz schön im Keller und der Q10 Wert ist ebenfalls stark erniedrigt. Vitamin D ist wohl normal und Eisen ist erhöht – allerdings bei einem erniedrigten Ferritinwert. Da stimmt also eventuell auch irgendetwas nicht, das will sie allerdings in 8 Wochen noch mal kontrollieren. Ich habe nicht verstanden, ob der Ferritinwert zu niedrig oder nur niedrig ist. Ich hole mir die Ergebnisse aber kommende Woche noch mal schwarz auf weiß.

Bei Burgerstein steht, dass die Bestimmung des Q10-Spiegels im Blut nur bedingt aussagekräftig ist, da er starken Schwankungen unterliegt. Q10-Supplementierung kann aber bei Nitrostress positiv wirken. So steht dort: „Bei Störungen des mitochondrialen Stoffwechsels, der sich zunächst häufig mit Müdigkeit, Energielosigkeit und Erschöpfung zeigt, ist der Einsatz von Coenzym Q10 empfohlen“ (Burgerstein, Handbuch Nährstoffe, S. 296). Das Q10 werde ich in flüssiger Form oral supplementieren. Ich erfahre nächste Woche, welche Dosierung ich da nehmen soll.

Für das Vitamin B12 werde ich zunächst 4 Spritzen erhalten – die erste noch nächste Woche vor dem Urlaub. Interessant ist, das B12 auch am Histaminstoffwechsel beteiligt ist. Laut Burgerstein schleust B12 „Methylgruppen in den Stoffwechsel ein. Diese werden im Stoffwechsel beispielsweise … zur Methylierung von Histamin benötigt“ (S. 183).  Allerdings habe ich jetzt ein wenig gegoogelt und wenig über mögliche Zusammenhänge zwischen einer Histaminintoleranz und einem B12 Mangel gefunden. Auf einigen Seiten steht sogar, dass man B12 bei Problemen mit Histamin nicht nehmen sollte. Aber mit dem Mangel will ich nicht weiter durchs Leben gehen und werde mir die Spritzen also auf jeden Fall abholen.

Laut Burgerstein kann Vitamin B12 kann in Folge von Nitrostress erniedrigt sein. Mit dem Thema muss ich mich wohl mal etwas beschäftigen. Nitrostress  entsteht, wenn im Körper zu viel Stickstoffmonoxid (NO) unterwegs ist. Dieses kann dann zu einem übermäßigen Verbrauch von B12 führen, erhöhter Histaminbildung. Es kann auch auf die Bildung von Hormonen Einfluss nehmen und diese vermindern (z.B. Schilddrüse) und die Melatoninbildung beeinflussen. Auch für Müdigkeit und Erschöpfung kann Nitrostress durch Beeinträchtigung des mitochondrialen Stoffwechsels sorgen.

Jetzt stellt sich für mich die Frage, ob ich dem Thema Nitrostress noch weiter nachgehen soll (also evtl. durch einen Test)? Ich werde die Ärztin mal fragen, aber generell werde ich jetzt erst mal schauen, dass mein Vitamin B wieder ins Lot kommt.

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