Alles auf Zucker – Tag #2

Auch den zweiten Tag habe ich ganz gut rumbekommen, natürlich mal wieder nicht ganz ohne Zwischenfälle. Auch daran merke ich, wie sehr mir meine NMU wirklich zusetzen – ich war nämlich mal eine sehr strukturierte und ganz und gar nicht schusselige Person.

Heute ging es um 4 mit dem ersten Impuls los, sodass ich um 10 Uhr schon essen konnte. Das hat gut funktioniert. Das Hungergefühl kam um ca. zehn vor zehn, das war also auszuhalten. Allerdings hatte ich auf dem Weg zur Arbeit leider festgestellt, dass ich mein Brot zu Hause im Tiefkühler vergessen hatte. „Todesmutig“ hab ich mir also drei Kamutbrötchen mit Backferment beim Biobäcker geholt. Sie lagen mir nach meinem Frühstück ein bißchen schwer im Magen (was durchaus an dem 1/3 Paket Butter gelegen haben mag, das mit ihnen in meinen Magen gewandert ist ;)), haben sich aber sonst ganz gut bei mir benommen.

Der wirkliche Lapsus kam dann in Form einer Portion Heidelbeeren daher. Ich war der festen Überzeugung, dass die während der Zuckerdesensibilisierung OK seien, hatte aber blöderweise vor meinem inneren Auge das Blatt von der Weizendesensibilisierung. Tja. Ein fotografisches Gedächtnis nützt halt nix, wenn man die Fotos durcheinanderbringt. Jedenfalls haben die Heidelbeeren für gut Luft im Oberbauch gesorgt und ich hab zähneknirschend eine Mail ans Institut geschrieben um nachzuhören, welchen Einfluss das möglicherweise auf die Desensibilisierung hat – denn eigentlich hätte ich während der Zuckerdesensibilisierung kein Obst essen sollen.

Insgesamt merke ich zwar, dass mein Körper den Zucker nicht so toll findet, aber die Beschwerden halten sich wirklich in Grenzen. Auch unterzuckert bin ich den ganzen Tag nicht und das Energielevel war an und für sich OK (da habe ich meine Ansprüche und Erwartungen ja mächtig zurückgeschraubt). Leider kann ich das Gleiche nicht von meiner Konzentration behaupten, die war heute wirklich schlecht. Ich habe mich auf der Arbeit ständig ablenken lassen – könnte mit dem Zucker zu tun haben, muss aber natürlich nicht.

Was mir auch aufgefallen ist: ich habe heute nichts nachgesalzen und hatte gar nicht so einen großen Appetit auf Salz und Salziges. Auch das kann Zufall sein, aber es ist schon ein denkwürdiger Tag, wenn ich mein Salztöpchen, das auf dem Schreibtisch neben mir steht, den ganzen Tag nicht einmal anrühre. Mal sehen, ob das eine Ausnahme war (vielleicht hab ich mein Essen auch einfach endlich mal richtig gesalzen beim Vorkochen :D).

Gestern morgen habe ich übrigens dann mit meinem Homöopathen gesprochen – er hat super reagiert und fand das Thema Desensibilisierung sehr spannend und nicht weiter problematisch. Ich muss nur schauen, dass ich zwischen Desensibilisierung und Mittel testen genug Luft lasse, damit ich abschätzen kann, woher welche Effekte kommen. Da die Frage im Libase-Forum heute auftauchte, hab ich auch noch mal ein wenig im Internet dazu gelesen, wie schnell oder langsam Homöopathie wirkt. Mein Homöopath hatte mir gesagt, dass ich innerhalb weniger Tage eine Reaktion merken sollte (ob das nun eine Verbesserung oder eine gefühlt Verschlimmerung des Symptome ist, ist zunächst einmal egal). <off topic>Das ist bei mir leider immer noch schwer genug, weil mein Befinden so tagesformabhängig ist und ich selbst, wenn ich völlig „safe“ esse, sehr oft Ausreißer habe, die ich nicht zuordnen kann (heißt natürlich, dass in meiner Diät noch etwas Unverträgliches versteckt ist – nach der Impuls-Testung könnte es die Fruktose sein).</offtopic>.

Jedenfalls sollte es unter der Annahme, dass die Globuli – sofern wir denn „mein“ Mittel finden – schnell eine Reaktion hervorrufen, möglich sein, Effekte der Desensibilisierung und der Homöopathie auseinanderzuhalten. Falls es doch zu schwierig wird, setze ich mit der Suche nach dem richtigen Mittel erst nach der Weizendesensibilisierung wieder ein. Im Internet stand zur Wirkgeschwindigkeit, dass diese auch damit zu tun hat, ob es sich um chronische oder akute Beschwerden handelt. Das finde ich bei meinem Zustand schwer zu beurteilen, aber ich gehe jetzt mal davon aus, dass der Homöopath das schon richtig einschätzt :).

Ansonsten schwirrt noch eine Überlegung zur Impuls-Therapie in meinem Hirn rum: ich frage mich, inwieweit allein schon die Tatsache, dass man während der Desensibilisierung bis zu 16 Std. praktisch nüchtern bleibt, positive Effekte auf das Befinden hat. Denn in dieser Zeit hat der Darm ja eigentlich fast nichts zu tun und kann mal so richtig ausspannen :D. Es wird ja oft von einer positiven Wirkung des Intermittent Fasting berichtet und z.B. basiert auch das „Clean“-Programm wesentlich darauf, den Darm durch eine längere Nüchternphase zu entlasten. Ziel ist hier Reinigung/Entgiftung des Körpers. Auch dort bleibt man 10 oder 12 Stunden nüchtern und nimmt morgens und abends nur Säfte oder zumindest pürierte Nahrung zu sich, weil der Darm damit weniger Arbeit hat (s. http://my.cleanprogram.com/). Andererseits ist Hunger auf jeden Fall ein Trigger bei HI, d.h. man bewegt sich da auf einem dünnen Grat zwischen Entlasten und Belasten.

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