Food for thought: Tag 3

Heute war mein letzter Testtag im iffi. Meine Weizen(brot)-Kurve war nicht so schlecht wie die anderen. Das hatte ich eigentlich auch so erwartet, weil ich der Meinung war, Brot (auch wenn das meistens Dinkel war) und Nudeln ganz gut zu vertragen. Aber das haben ja im Libase-Forum auch schon andere berichtet, bei denen die Kurve dann trotzdem ziemlich verkorkst war.

Es folgte dann das Abschlussgespräch mit Besprechung der Desensibilisierungen. Am längsten und anstrengendsten wird – überraschenderweise – die Weizen Desensibilisierung. Ich desensibilisiere den über 6 Tage je über 6 Stunden. Puh! Ziel dieser Desensibilisierung ist es primär, mein System „runterzubringen“.

Die Erklärung ist folgende: ich bin ein „hoher Typ“, d.h. ich produziere nüchtern schon eine recht große Speichelmenge und habe bei der Impulsgabe einen sehr starken Ausschlag nach oben. Das habe ich auch bei der Speichelabgabe ganz deutlich gemerkt. Ich hatte (mit einer Ausnahme) bestimmt doppelt so viel Spucke in meinem Becherchen, wie die anderen. Laut Frau Dr. W führt dieser hohe Ausschlag (den ich auch bei verträglichen Lebensmitteln habe) zu vermehrter Histaminausschüttung. Wenn man davon ausgeht, dass der Speichelfluss mit der „Anregung“ der Verdauung korreliert, macht das Sinn. Denn Histamin wird ja während des Verdauungsprozesses ausgeschüttet – und zwar bereits im Magen (siehe z.B. hier http://wiki.chemieplanet.org/wiki/Verdauung). Mit der Weizendesensibilisierung soll nun erreicht werden, dass meine Kurve als Reaktion auf einen Impuls (also Nahrung) nicht mehr so hochschießt. Unterstützend kann hier bei der Ernährung außerdem sein, nur eine Kohlenhydratart pro Mahlzeit zu sich zu nehmen (Impuls-Ernährungskonzept), sowie viel Öl/Fett zu verwenden. Das mache ich ohnehin schon oft, werde ich also beibehalten.

Eigentlich sollte ich mit der Weizendesensibilisierung anfangen, aber ich habe wohl so erschreckt geguckt (weil die ja 6 Tage dauern soll), dass ich nun erst mit Zucker (4 Tage, 6 Stunden) und dann Fruchtzucker (5 Tage, 3 Stunden) anfange. Beim Fruchtzucker vermutet Frau Dr. W, dass ich evtl. Nachdesensibilisieren (also korrigieren) muss, weil die Kurve wohl etwas „tricky“ ist. Ich soll mich nach den Desensibilisierungen telefonisch melden.

Ein Punkt, über den ich noch mal schlafen muss, ist die Frage, ob ich Schilddrüsenhormone einschleichen soll, oder nicht. Da meine Werte bei der Untersuchung vor ein paar Wochen auf eine mögliche Unterfunktion hindeuten, soll ich eigentlich L-Thyroxin 50 nehmen. Laut Aussage des Nuklearmediziners aber eher auf Verdacht, um zu sehen, ob es mir damit besser geht. Frau Dr. W hat mir davon abgeraten mit folgender Begründung: dadurch, dass ich ein hoher Typ bin, verbrauche ich mehr Schilddrüsenhormone. Das sollte sich aber nach der Desensibilisierung legen. Sie geht davon aus, dass die Hormone mich noch unruhiger machen und die Effekte des hohen Typs noch verstärken.

Ich hatte, aufgrund meiner ständigen Erschöpfung große Hoffnung auf das Thyroxin gelegt. Ich überlege jetzt aber, mit dem Einschleichen bis nach den Desensibilisierungen zu warten – auch, um die Effekte auseinanderhalten zu können. Es kostet mich aber einiges an Überwindung, die Packung erst mal liegen zu lassen. Wie gesagt, da schlafe ich erst einmal eine Nacht drüber.

Jetzt sitze ich erst mal im Zug gen Heimat und freunde mich mit der ersten Desensibilisierung an, mit der ich dann wohl schon morgen oder Sonntag starte.

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