Weizen. Und es ist erst Tag #2

Ja, heute war erst Tag zwei. Seufz. Die Müdigkeit hat mich auch heute begleitet, wobei ich denke, dass das nicht nur an dem unterbrochenen Schlaf ab 3 Uhr lag. Und auch das Mittagstief und das Gefühl, naschen zu müssen, war da – obwohl ich erst am späten Nachmittag Obst gegessen habe. Heute gab es übrigens Heidelbeeren. Einen ganzen großen Teller voll :D.

Ansonsten kann ich berichten, dass ich Mozzarella wieder zu vertragen scheine. Ich habe jetzt die letzten zwei Wochen regelmäßig welchen gegessen und merke nichts. Milch macht immer noch sofort Luft im Bauch, aber der Mozzarella scheint zu gehen. Auch Mais macht im Moment keinen so großen Ärger mehr, das muss ich aber noch weiter testen. Habe letztens Maischips und heute Polenta gegessen, ohne direkte Reaktion. Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt.

Morgen traue ich mich glaube ich endlich mal an den Kürbis, der mich schon seit dem Wochenende in der Küche anlacht. Da ich heute aber erst um 18:15 gegessen habe, gibt es vor morgen 10:15 nichts mehr…Wie gesagt: seufz…

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Weizen und Mango. Und Schokolade.

Der erste von sechs Tagen Weizendesensibilisierung ist geschafft. One down, five to go :). Ich habe unglaublich schlecht geschlafen die Nacht. Ich bin ständig aufgewacht und dachte, ich hätte meinen Wecker überhört und solche Dinge. Beim ersten Weizenimpuls habe ich einen totalen Schweißausbruch bekommen, das lag aber sicher am Schlafstress“. Heute morgen war ich entsprechend matschig, aber nicht so schlimm wie befürchtet.

Als Obst gab es heute eine riesige Mango, die mir keine unmittelbaren Probleme gemacht hat. Ich hab allerdings zwei Dinge beobachtet, die ich im Auge behalten muss: ich hatte nach der Mango ein totales Mittagstief, was für mich eher ungewöhnlich ist. Außerdem hatte ich einen ziemlichen Drang, zwischen meinen Mahlzeiten zu Naschen. Das endete dann darin, dass meine letzte „Mahlzeit“ heute eine Tafel Schokolade war. Ich konnte mich nicht auf ein paar Stückchen beschränken, was, naja, suboptimal ist. Ich denke, mit der Mango habe ich meinen Blutzucker auf eine ordentliche Achterbahnfahrt geschickt. Die Frage ist, ob das noch mit einer Unverträglichkeit zu tun hat, oder ganz normal ist.

Auch leichte Ohrenschmerzen habe ich im Tagesverlauf bekommen, aber nicht ganz so schlimm, wie gestern.

Dafür scheint mein Stimmungstief sich etwas verzogen zu haben und auch die Erschöpfung war heute nicht ganz so schlimm, wie in den letzten Tagen. Ich muss mal beobachten, inwieweit beides zusammenhängt.

Da ich meine Schokolade schon vor 17 Uhr gegessen habe, klingelt morgen der Wecker das erste Mal um 3. Dafür kann ich dann schon um 9 essen.

Es gab Kirschen…

…und nix ist passiert! Mein Magen und Darm haben keinen Mucks gemacht und auch die Aprikosen von gestern haben sich gut benommen. Was ich dafür jetzt merke ist, dass mir Getreide mehr Probleme zu machen scheint. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, aber ich habe jetzt drei Mal auf Brot bzw. Nudeln reagiert: am Samstag waren wir zum Grillen im Park verabredet und ich hatte mir zu wenig zu essen mitgenommen. Ich habe dann ein Ciabatta gegessen (enthielt allerdings außer Weizenmehl, Salz, Öl und Hefe noch eine E-Nummer). Ich habe sofort mit Magenkrämpfen und Juckreiz reagiert. Heute habe ich auf meine Dinkelnudeln reagiert (die gab es zweimal) – Luft im Bauch, Juckreiz und Ohrenschmerzen.

Einige bei Libase haben beschrieben, dass nach dem Desensibilisieren einer unverträglichen Substanz andere Unverträglichkeiten stärker hervorgetreten sind. Ob das jetzt der gleiche Effekt ist? Jedenfalls habe ich mich nun entschieden, doch sofort mit der Weizendesensibilisierung weiterzumachen. Morgen geht es also schon los damit. Mein Weizen-Mini-Baguette (das aussieht, wie ein schnödes Ciabattabrötchen) liegt schon fertig aufgebacken und portioniert in der Küche und gleich stelle ich meine Wecker: 4 Uhr, 6 Uhr, 8 Uhr und um 10 darf ich dann essen – allerdings kein Brot. Das ganze dann bis einschließlich Sonntag. Puh!

Da ich nun schon Obst essen darf, muss morgen glaube ich mal die Mango dran glauben.

Obst, es geht los

Nachdem ich gestern die Fruchtzuckerdesensibilisierung beendet habe, habe ich mich heute das erste Mal an Obst ran getraut. Zuletzt hatte ich ja praktisch gar keins mehr gegessen. Ab und zu mal ein paar Heidelbeeren, aber das war es.

Heute habe ich dann also als zweite Mahlzeit drei Aprikosen gegessen – ich musste mich schon ein bisschen überwinden. Das Ergebnis war nicht so richtig eindeutig (aber wann ist bei mir auch schon mal eindeutig). Direkt nachdem ich sie gegessen habe, stellte sich erst mal „Verdauung“ ein (die Amerikaner nennen das elegant „bowel movement“ oder kurz „bm“ ;)). Allerdings hatte ich keinen Durchfall. Etwa eine Stunde später fing der Darm ziemlich an zu rumoren und zu krampfen. Ich saß im Auto und war drauf und dran, nach Hause umzukehren. Da es aber nicht schlimmer wurde, bin ich weitergefahren und nach einer Weile war der Darm dann ruhig und ist es den restlichen Nachmittag auch geblieben.

Ich war nie ein großer Obstesser. Es kann natürlich sein, dass ich Obst unbewusst gemieden habe, weil ich es nicht gut vertragen habe. Auch Süßigkeiten waren eigentlich nie so meins (außer der dunklen Schokolade). Erst mit dem Rennradfahren hat sich mein Zuckerkonsum stark erhöht, halt um die Energiezufuhr auf dem Rad zu gewährleisten. Heute denke ich, dass das sicher dazu beigetragen hat, meinen Darm durcheinander zu bringen und ich frage mich, was ich machen soll, falls ich irgendwann mal wieder auf dsm Rennrad sitzen sollte. Das scheint momentan noch undenkbar :(.

Leider ging es mir erschöpfungstechnisch heute nicht gut. Ich hätte heute den ganzen Tag nur schlafen können und musste mich nach meinem Ausflug erst mal hinlegen. Ich frage mich unterdessen, was meine Eisen- und Vitamin D3 Werte machen. Aber das kann ich hoffentlich übernächste Woche bei der Orthomolekularmedizin abklären lassen.

Großeinkauf

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Heute habe ich mal Obst und Gemüse für erste Tests ab Sonntag eingekauft. Ein paar Gummibärchen und Holunderlimonade sind auch noch dabei.

Das Obst und Gemüse waren bei mir unverträglich. Angefangen hat es letztes Jahr mit Kürbis und Zucchini. Beides habe ich jetzt sicherlich ein 3/4 Jahr nicht mehr gegessen – es könnte also sein, dass sie durch die lange Karenz zunächst verträglich erscheinen, dass dann nach einer Weile wieder die Unverträglichkeitssymptome auftreten. Das muss ich also im Auge behalten.

Auf die Mango und die Aprikosen habe ich meistens sofort reagiert – da waren Durchfall und Herzklopfen angesagt. Wobei ich Aprikosen auch manchmal vertragen habe. Das ist also nicht ganz so eindeutig gewesen.

Möhren hatte ich erst vor ca. 1-2 Monaten als Bösewichte identifiziert. Seitdem ich keine mehr gegessen habe, hat sich meine Verdauung deutlich verbessert.

Bei Kirschen hatte ich früher schon immer das Gefühl, ich vertrage sie nicht gut und hab sie entsprechend schon sehr lange gemieden. Ganz schlimm war bei mir Kirschsaft – davon hab ich schon früher sofort Durchfall und Krämpfe bekommen. Das wird also auch spannend.

Ich denke, ich werde am Sonntag mit den Aprikosen anfangen. Die Holunderlimo genehmige ich mir vielleicht gleich schon, denn Zucker darf ich ja eigentlich schon zu mir nehmen. Allerdings ist da auch Zitronensäure mit drin, die könnte kritisch sein.

Essenstechnisch habe ich den Tag ganz gut rumbekommen, wobei ich ab Mittags (= Gemüsemahlzeit) wieder die Luft im Bauch gemerkt habe. Bis zum Nachmittag war die Erschöpfung wieder massiv, dazu war ich unkonzentriert und unglaublich müde. Ich habe übernächste Woche einen Termin bei einer Orthomolekularmedizinerin, mal schauen, wie meine Vitamin-/Nährstoffdepots so aussehen. Ich frage mich unterdessen, ob sich hinter der Müdigkeit nicht auch ein Eisenmangel verbirgt, da mein Ferritinwert bei der letzten Blutuntersuchung ziemlich am unteren Ende der Skala war. Aber für meine Hausärztin ist das alles normal…

Morgen noch einmal Fruchtzucker, dann ist Thema auch erst einmal durch.

Und schon ist Fruktose Tag #3 vorbei

Noch zwei Tage, dann bin ich auch mit der Fruktose durch. So richtig wohl fühle ich mich in meinem Körper nicht. OK, seit ich das das letzte Mal behaupten konnte ist auch schon ein Jahr vergangen. Aber irgendwas geht gerade in meinem Körper vor, sagen wir es mal so. Das kann an der Fruktosedesensibilisierung liegen; daran, dass ich die letzten Tage nicht so 100% histaminarm gelebt habe (dunkle Schokolade, Cashewkerne); oder mein Zyklus spielt noch mit? Wenn ich noch „Pillen-Pause“ machen würde, wäre das diese Woche gewesen. Da ich nun mit dem Durchnehmen der Pille (bzw. des Nuvaring) gerade erst angefangen habe, kann ich nicht sagen, ob mein Befinden auch damit etwas zu tun hat.

Ich habe jedenfalls heute – und auch teilweise gestern schon – mit Luft im Bauch und Darm zu tun gehabt. Das fing gegen Mittag an, mit der Gemüsemahlzeit. Vom Bauchgefühl her würde ich sagen, mir bekommt das Gemüse gerade schlechter. Dunkle Schokolade habe ich heute noch mal getestet und wieder drauf reagiert.

Interessant finde ich hier, dass es reine HI-Symptome waren (Herzklopfen und -stolpern) – der Durchfall ist wieder ausgeblieben. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass ich tatsächlich nicht mehr auf den Zucker reagiere, aber halt natürlich noch Probleme mit dem Histamin habe. Morgen teste ich mal etwas Süßes, das bei HI unverdächtig ist. Einen gesüßten Tee oder so (wobei es mir vor gesüßten Getränken ein bißchen gruselt). Für anderen Süßkram kann ich mich irgendwie auch nicht begeistern. Aber vielleicht lacht mich ja morgen im Reformhaus im Bahnhof noch was an ;).

Mit der Erschöpfung war es heute wieder etwas besser (nachdem ich gestern wirklich um 21:00 völlig fertig ins Bett gefallen bin). Abends bin ich sogar noch Schwimmen gewesen und habe mich dabei ganz gut gefühlt – jedenfalls bevor ich nach knappen 40 min völlig durchgefroren aus dem Wasser bin und neidisch den Triathleten noch ein bißchen beim Trainieren zugesehen habe ;). Auf dem Rückweg im Auto hatte ich für einen ganz kleinen Moment ein richtig gutes Körpergefühl – mein Körper fühlte sich für eine Weile nicht an, wie ein zentnerschwerer Sack Kartoffeln, sondern vom Gefühl her konnte ich mir vorstellen, dass ich auf dem Rad sitze und den Hügel rauf fahren, den ich gerade vor mir hatte. Wenn das doch öfter vorkommen würde… aber für einen Moment schien es möglich, dass ich irgendwann wieder auf meinem Rennrad sitze.

Fruktose Tag #2

Desensibilisierungstechnisch habe ich den Tag heute ohne Pannen über die Bühne gebracht, hurra! Die etwas stärkeren Symptome im Magen-Darm-Bereich, die ich gestern hatte, sind verschwunden und das Herzklopfen ist etwas weniger, die Konzentration wieder etwas besser geworden. Die Essenspausen von 2 Stunden habe ich locker geschafft.

Ansonsten geht es mir aber eher „durchwachsen“: seit gestern fühle ich mich irgendwie aufgedunsen, als hätte ich mehr Wasser eingelagert. Meine Stimmung tendiert um den Nullpunkt herum (aka: ich breche grundlos in Tränen aus) und die Erschöpfung hat wieder ordentlich zugeschlagen. Dazu hat mein Salzhunger heute schlagartig wieder zugenommen. Ich kenne alle diese Symptome. Ob das wirklich mit der Fruktose zu tun hat? Ein anderer möglicher Übeltäter heute waren Cashewkerne, die ich etwas übermütig getestet habe. Sie haben keinen Durchfall gemacht, wie zuletzt, aber ich habe nachmittags leichte Halsschmerzen bekommen und auch das Herzklopfen ist wieder stärker geworden. OK – also weiterhin keine Cashews. Wäre ja auch zu schön gewesen, mal wieder etwas Nussähnliches essen zu können.

Ansonsten rätsele ich weiter über die Ergebnisse meines Cortisol-Tagesprofils. Ich bin ja so gerade noch im Normbereich (nur bei der zweiten Messung lag ich im guten Mittelfeld), das Labor konnte mir aber leider nicht sagen, wie sich der Normbereich unter hormoneller Verhütung verändert. Dafür liegen keine Referenzwerte vor und ich solle mich an Frauenärztin oder Endokrinologen wenden. Wenn ich einen Arzt hätte, der das Thema Nebennierenschwäche (adrenal fatigue) ernst nimmt, würde ich dann den Test aus eigener Tasche bezahlen? >_<

So, hoffe ich mal, dass die Stimmung sich morgen wieder bessert…